Wenige Tage nach dem Felssturz liegen schon Vorschläge auf dem Tisch, woher die Mittel künftig für den Wiederaufbau von Blatten im Lötschental und zur Finanzierung der Schäden von Naturkatastrophen kommen sollen. Die SVP hat dazu die Idee aufgebracht, Gelder von der Entwicklungshilfe abzuzwacken.
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Natürlich begehren sofort alle Linken und Grünen auf, wenn man die internationale Entwicklungshilfe kürzen will. Doch unter dem Titel Klimawandel wird (unter anderem) via Entwicklungshilfe auch viel Unsinn unterstützt.
Die Eidgenossenschaft alimentiert die internationale Klima-Geldmaschine seit Jahren mit hohen Millionenbeträgen über eine Vielzahl undurchsichtiger Kanäle: Nebst den Geldern, die in den Green Climate Fund zugunsten des Klimaschutzes fliessen, schicken wir auch hohe Beträge in Entwicklungsländern zu internationalen Entwicklungsbanken oder in den Globalen Umweltfonds GEF. Dazuzählen muss man auch die bilateralen Klimaprojekte der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit.
Kurz: Die internationale Klimafinanzierung ist ein echter Dschungel.
Die Vergangenheit hat ausserdem gezeigt, dass mit einem Teil dieser Gelder auch viel Umweltbürokratie und Gender-Projekte bezahlt wurden. Warum also nicht einen Teil dieser Mittel für echte Massnahmen gegen Unwetterschäden und Naturkatastrophen einsetzen? Zum Beispiel für den Wiederaufbau von Blatten.