Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

FDP-Vizepräsident Silberschmidt jubelt in der SRF-«Arena» das Schengen/Dublin-Abkommen mit der EU hoch. Hat er noch nicht gemerkt, dass dieser Vertrag ein reiner Papiertiger ist?

In der letzten SRF-«Arena» versuchte Nationalrat und FDP-Vizepräsident Andri Silberschmidt dem SVP-Präsidenten Marcel Dettling Lektionen in Sachen EU-Verträge zu erteilen

Es sei nicht so, dass «unser Nachbar uns sagt, du musst unsere Regeln annehmen», erklärte Silberschmidt zu die bilateralen Verhandlungen der Schweiz mit der EU. «Es ist so, dass wir als Schweiz in gewissen Bereichen mit der EU kooperieren und ähnliche Gesetze haben wollen.» Und weiter: «Wir haben das Beispiel im Migrationsbereich mit Schengen/Dublin. Wir sagen hier: Europa ist ein Kontinent und wir sind mittendrin. Also ist es gescheit, wenn wir die Migrationsströme miteinander managen, statt für uns allein.» Das funktioniere seit Jahren. Wir könnten mehr in Dublin-Länder zurückschicken, als wir von diesen Asylsuchenden retour nehmen müssten.

FDP-Vizepräsident Silberschmidt jubelt in der SRF-«Arena» das Schengen/Dublin-Abkommen mit der EU hoch. Hat er noch nicht gemerkt, dass dieser Vertrag ein reiner Papiertiger ist?

Doch dieser Vergleich des FDP-Jungspunds hinkt gewaltig, denn Schengen/Dublin ist gelinde gesagt im Migrationsbereich der totale Flop. Wenn dieses System funktionieren würde, dürften keine Asylsuchenden auf dem Landweg mehr in die Schweiz gelangen. Weil jeder Migrant, der auf dieser Route zu uns kommt, vorher mehrere sichere europäische Staaten passiert hat. Gemäss Dublin-Abkommen ist nämlich das EU-Land für das Asylverfahren zuständig, in welchem der Migrant zuerst angekommen ist.

Auch das von Silberschmidt bejubelte Rückführungssystem ist ein Papiertiger. Es stimmt zwar, dass wir mehr Asylsuchende in Dublin Länder überstellen können, als wir von EU-Staaten übernehmen müssen. Nur ist dies ein Klecks, gemessen am Strom von Asylsuchenden, welche in die Schweiz drängen. Zudem scheitern viele Rückführungen, weil die betroffenen Personen untertauchen oder Dublin Staaten wie Italien keine Asylsuchenden zurücknehmen.

Das Schengen/Dublin-Abkommen hat dazu geführt, dass wir die Asylpolitik nicht mehr selber steuern können – das müsste auch einem Silberschmidt bekannt sein.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.