Derzeit leben fast eine Million Asylbewerber ohne anerkannten Schutzstatus in Deutschland. Das zeigen neue Zahlen aus dem Ausländerzentralregister, die von der Bundesregierung auf eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer veröffentlicht wurden. Die Bild-Zeitung berichtet.
Konkret sind laut Regierungsangaben zum Stichtag 31. Oktober 2025 insgesamt 934.553 ausländische Staatsangehörige mit einem abgelehnten Asylantrag in Deutschland registriert. Das sind rund 38.000 mehr als im Sommer 2023. Die meisten von ihnen stammen aus Afghanistan (153.550), der Türkei (93.762) und dem Kosovo (68.261).
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Hinzu kommen 2,39 Millionen Ausländer mit anerkanntem Schutzstatus. Die grösste Gruppe darunter bilden rund 1,06 Millionen Ukrainer, die seit Februar 2022 mit einer befristeten Aufenthaltserlaubnis nach der EU-Massenzustromrichtlinie in Deutschland leben.
Die Bundesregierung verweist allerdings auf steigende Abschiebezahlen: Von Januar bis Oktober 2025 wurden bereits 19.538 Personen abgeschoben.