Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags erhalten ab 1. Juli rund 500 Euro mehr Gehalt im Monat. Das ergibt sich aus der automatischen Anpassung der sogenannten Diäten an die allgemeine Lohnentwicklung, wie sie auf Basis der Zahlen des Statistischen Bundesamtes berechnet wird.
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Konkret steigen die Bezüge um 4,2 Prozent. Statt bisher 11.833,47 Euro erhalten die 630 Parlamentarier künftig rund 12.330 Euro pro Monat. Damit liegt das monatliche Gehalt erstmals über 12.000 Euro. Über die Erhöhung wird nicht gesondert abgestimmt. Zu Beginn der Legislaturperiode hatte der Bundestag beschlossen, die Diäten für die gesamte Mandatsdauer automatisch an die Entwicklung der Löhne in Deutschland zu koppeln.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner profitiert doppelt: Sie erhält eine zweite Diät als Amtsgehalt. Ihre Bezüge steigen dadurch von derzeit 23.666,94 Euro im Monat um 994 Euro auf dann 24.661 Euro. Ihre Stellvertreter erhalten eine halbe Diät als Amtsgehalt und damit 18.496 Euro statt bisher 17.750 Euro im Monat.
Auch die Altersversorgung erhöht sich entsprechend. Für jedes Jahr im Bundestag erwerben Abgeordnete einen Pensionsanspruch in Höhe von 2,5 Prozent der Diäten. Nach vier Jahren entspricht das zehn Prozent der aktuellen Bezüge. Die monatliche Pension steigt damit ebenfalls.