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Musik Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, zuversichtlich am Montag, dem 22. Dezember 2025. Leider kann ich Ihnen heute kein überwältigendes Alpenpanorama präsentieren, keine sonnenbeschienenen Schneegipfel. Es ist einfach noch zu dunkel jetzt am frühen Morgen und es wäre nichts zu sehen. Deshalb habe ich die Vorhänge gezogen. In zwei Tagen ist Heiligabend, dann Weihnachten und vielleicht breitet sich bei Ihnen schon die Besinnlichkeit aus. Wir haben jetzt mit den Kindern angefangen, den Weihnachtsbaum aufzustellen und zu schmücken. Feiern das also im Kreis der Familie. die mich fasziniert an Weihnachten. Etwas, was wir eigentlich früher, als ich noch klein war und mit meinen Eltern und Grosseltern Weihnachten gefeiert haben, das war bei uns überhaupt kein Thema, das haben wir gar nicht diskutiert, diese Weihnachtsgeschichte. Und ich will hier nur eine Facette rauspicken, die mich immer wieder bewegt, berührt, aufwühlt, fasziniert und interessiert. Weihnachten, das ist ja das Fest, an dem wir feiern. Wie sich der Allmächtige, also der Schöpfer des Universums, der Überwinter des Nichts, der Herr von allem, was es gibt, was da draussen existiert, der bringt sich als Mensch zur Welt. Das allein ist ja schon ein ungeheuerlicher Vorgang. Kann man sich eigentlich gar nicht ausdenken. Bis dahin in der Antike war es ja umgekehrt. Menschenkönige, die Ausserordentliches geleistet hatten. Sie begannen sich einzubilden, sie seien gottgleich, gottähnlich und schwangen sich dann zu Gottkönigen auf. Im alten Persien, in diesen Urkulturen, aber auch bei den Römern, Julius Cäsar, Augustus, das war das antike Verständnis. Der Mensch, wenn er sich perfektioniert, kann sozusagen in die Sphäre der Götter eindringen. Und die Christen haben ja dann aufgeräumt mit dieser Vorstellung. Sie haben gesagt, nein, Gott, die... oberste Macht ist nicht von dieser Welt und der Mensch, auch wenn er sich anstrengt, er kann einfach nie zu Gott werden. Das ist sozusagen die extremste und übelste Anmassung. Und nun also diese Geschichte, diese Weihnachtsgeschichte, bei der sich der Allmächtige zur Welt bringt und zwar nicht in Gestalt eines Schwarzenegger-mässigen Übermenschen, eines muskelbepackten Terminators, der sozusagen das Gute mit der riesigen Kanone, sondern ganz im Gegenteil als Baby, als wehrloses, verwundbares Baby, das man in Sicherheit bringen musste, weil es sonst vielleicht umgebracht worden wäre von den Herrschern des damaligen Königs. Also in dieser Verwundbarkeit liegt ja ein unglaubliches Statement, nämlich das Statement einer Gottesvorstellung, die sich Gott als eben dem Menschen freundlich zugewandt ausmalt. Das ist also ein Gott, der als Baby zur Welt kommt, um den Menschen die Angst, die Furcht vor Gott zu nehmen. Für viele ist ja Gott gleichbedeutend mit Furcht. Das ist ja der Ausdruck, das ist das Wort, was vielen in den Sinn kommt. Das hier ist das Gegenteil, freundliche Zuwendung. Und dann wird aus diesem Baby Jesus von Nazareth, Jesus Christus, ein Prediger, der um sich herum eine wachsende Gemeinde von Jüngern, aber auch Anhängern versammelt hat. der Wundertaten vollbringt, der freundliche Weisheiten verbreitet und, das ist jetzt für mich wieder die Pointe, der sich zusammengesetzt hat mit den Prostituierten, mit den Verbrechern, mit den Verstossenen, mit den Verachteten, mit den Geschmähten. Und das haben ihm natürlich die Hochwohlöblichen und die Superanständigen und die Gutmenschen der damaligen Zeit, die Pharisäer. Übel genommen, das haben sie ihm nie verziehen, dass in dieser Begegnung, also wie er als gewissermassen Sohn Gottes, diesen Verstossenen, sie der Liebe des Allmächtigen versichert. Das ist natürlich die absolute Kränkung für all die, die sich einbilden, einen halben Meter näher beim lieben Gott zu stehen, weil sie angeblich so gut sind oder eben so gut scheinen. Mit anderen Worten, und das ist das, was für mich als Journalist hier diese unglaublich augenöffnende Botschaft, eben auch diese Weihnachtsgeschichte, ist die ganze christliche Glaubenslehre, wobei das Wort Glauben verwende ich nicht so gerne, ich sage lieber Vertrauen, die Vertrauenslehre, das ist eben das Vertrauen darin, dass diese Moralisten und eingebildeten und anmassenden Leute sich irren. Und man kann vielleicht die Bibel auch etwas als eine... Kampfschrift gegen das Gutmenschentum und gegen den Moralismus lesen. Und der Moralismus, wir haben darüber gesprochen, jetzt auch im Fall des Schweizer Generalobersten Jacques Boe, ist natürlich die aktuelle nach wie vor ganz grosse Seuche, vor allem in Europa, in der früheren abendländischen Welt, in der christlichen Sphäre, die heute eben sehr Bibel vergessen ist, vielleicht ist das kein Zufall, dass eben dann die Moralisten, die Pharisäer, die Gutmenschen auftrumpfen, wenn man vergisst. was eigentlich die bedeutendste kulturelle Überlieferung ist, nämlich die Grundlegung von all dem, was wir heute geworden sind. Wobei der Mensch kann natürlich auch das Beste deformieren und übertreiben und ins Böse drehen. Das ist natürlich auch bei der christlichen Lehre immer wieder passiert. Aber das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, das ist die grossartige Botschaft hier, dass man erstens einen Allmächtigen hat, der die Menschen gern hat. Man muss sich da nicht jetzt abstrampeln und so tun, als sei man da moralisch etwas Höherwertiges. Und vor allem die, die sich das einbilden, das sind also nicht die Guten. Das sind nur die Gutscheinenden. Das ist etwas ganz anderes als die Guten. Das sind so ein paar Gedanken, nicht sehr, sagen wir mal, gruppiert und gestaltet hier ausgelegt, aber Dinge, die mir da vor Weihnachten so durch den Kopf gehen. Und jetzt aber die... Nachrichten jetzt aber die aktuellen Themen. Ich habe mit einem gewissen Wohlwollen, nein, mit grossem Wohlwollen, aber vor allem mit einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass die Neue Zürcher Zeitung, die NZZ, nun also auch Klaus von Donani entdeckt hat. Den früheren regierenden Hamburger Bürgermeister, den wir ja schon öfters interviewt haben bei der Weltwoche. Und die NZZ ist ja nach wie vor aber... Noch vor kurzem war sie das ausgesprochen, extrem, auf diesem sehr einseitigen Ukraine-Kriegstrip. Und meines Erachtens eben nicht mehr dort, wo man eigentlich sein müsste in der Betrachtung eines Konflikts aus Schweizer Sicht. Das ist nicht unser Krieg. Wir sind also neutral. Wir haben uns beide Seiten anzuhören. Wir haben uns nicht einer Seite auszuliefern oder nur eine Propaganda uns zu eigen zu machen. Wir sollten uns überhaupt nichts... zu eigen machen, sondern versuchen mit Distanz das Ganze zu analysieren, unter Berücksichtigung aller relevanten Stimmen, Standpunkte und Interessen. Und das ist meines Erachtens eben in den Medien, stellvertretend hier jetzt vielleicht auch bei den Kollegen der NZZ, nicht so wahnsinnig der Fall gewesen. Man ist selber ziemlich weit versunken in dieser Propaganda, in dieser einseitigen Ukraine-Propaganda. Und wenn man natürlich auf diesem Gleis einmal ist, dann ist es fast unmöglich überhaupt zu akzeptieren, Dass es andere gibt, die vielleicht hier etwas ausgewogener analysieren, weil sie eben beide Seiten zur Kenntnis nehmen. Denn das, was wir in den letzten drei Jahren gehört haben, war ja immer, ja nein, alles was die Russen sagen, das ist Propaganda und alles was die Ukrainer sagen, das ist die reine, blütenreine Wahrheit. Das ist auch das Narrativ der Europäischen Union. Das ist das, was in der Schweiz eben mitbestimmt hat. Das ist natürlich auch der geistige Hintergrund dessen, was wir am Falbo jetzt so skandalös... besprochen haben, was uns auch als unglaublicher Skandal und Schande für die Schweiz vorkommt. Umso erfreulicher ist es, dass jetzt also auch in der NZZ Stimmen wie die von Klaus von Donani zur Sprache kommen. Das zeigt, dass sich da im Mainstream etwas verändert, dass man sich öffnet, dass man vielleicht nicht mehr so versessen da auf einer Linie, auf einer Seite Partei ergreift, eben für die Sache der einen. sondern dass man wieder etwas Abstand gewinnt, vielleicht auch vor dem Hintergrund, dass eben viele dieser Journalisten gemerkt haben, dass sie sich einfach grässlich getäuscht haben. Und für die Weltwoche gelten seit 1933, seit ihrer Gründung vor 92 Jahren, die immer gleichen Grundsätze einer objektiven Berichterstattung, dass man eben alle für eine Sache, für ein Thema relevanten Stimmen, Standpunkte und Interessen einholt. und vor allem auch die, die eben ausgegrenzt, ausgeschlossen, überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden, aber zur Kenntnis genommen werden sollten, damit eben am Schluss ein vollständigeres Bild und eben nicht ein einseitiges entsteht. Und das ist in Kriegen, in Konflikten ganz gefährlich, weil wenn Sie das zu einseitig sehen, dann sind Sie selber in der Konflikt-, in der Kriegslogik drin und kommen da nicht mehr raus. Das ist der unschätzbare Vorteil eines neutralen Landes wie der Schweiz, dass hier eigentlich draussen stehen müsste. Aber weil der Bundesrat... bei uns eben die Neutralität preisgegeben hat teilweise, weil er sich so sehr auf die Seite der Ukraine geschlagen hat, haben wir eben auch diese Vereinseitigung des Meinungsklimas in der Schweiz gehabt. Leider haben da Medien, nicht zuletzt auch eine NZZ, da nach Kräften mitgewirkt. Aber es ist ja schön, wenn sich da jetzt etwas zum aus meiner Sicht Positiven verändert. Was ist ein anderes grosses Thema, was im Moment zu reden gibt? Das sind natürlich die... Amerikaner, das ist die Familie Trump, das sind diese Friedensbemühungen. Ich habe da ein sehr durchzogenes, ein durchwachsenes Bild. Ich sehe zum einen, und finde das auch gut, die Anstrengungen des amerikanischen Präsidenten, hier einen echten Frieden herbeizuführen, unter Berücksichtigung aller Interessen, auch unter Berücksichtigung der militärischen Realitäten, sich da eben nicht schlafwandlerisch in ein Szenario hineinzusteigen, das die Hölle auf Erden heraufbeschwören würde. Das macht er nicht. Auf der anderen Seite ist das natürlich jetzt aus der Distanz betrachtet Hanebüchen. Wie in dieser amerikanischen Politik Familienmitglieder eingesetzt werden für diplomatische Aktionen, das ist an sich ja noch etwas Originelles, man muss da gar nicht herum moralisieren. Aber wenn man dann liest, dass eben diese Familienmitglieder auch sehr lukrative Geschäfte machen, dann sind wir in der gleichen Geländekammer, wie damals, als Trump der Familie Biden vorgeworfen hat, diese Ämter zu versilbern. Damals des amerikanischen Vizepräsidenten. Und jetzt ist ja eine Figur, die wieder auftaucht, ist dieser Jared Kushner, der Milliardengeschäfte offenbar macht, auch im Nahen Osten. Wir lesen, dass die Trump-Familie sich anschickt, jetzt auch im Energiebereich gross einzusteigen und dies immer parallel mit einem Vater, mit einer Präsidentin, der hier natürlich auch eine Politik betreibt, im geschäftlichen Interesse. Also das sind... Unheilvolle Verquickungen. Ich habe mich auf den Skipisten, ich bewege mich im Moment etwas mit den Kindern abseits des Zürcher Medientrubels, und habe mich mit einem interessanten Amerikaner unterhalten, der aus Kalifornien stammt, von dort her sicherlich ein sympathisanter Demokraten ist, aber in seinem Urteil, also von der Art vernichtend. Und ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann aus der Finanzindustrie hat da gearbeitet über viele, viele Jahrzehnte. Das ist jetzt... pensioniert. Und das ist schon ziemlich happig, wenn man das auch hört aus amerikanischem Munde. Zeigt einfach, wie nach wie vor extrem gespalten dieses Land ist. Und ich glaube, wir können ja nicht beeinflussen, was die Amerikaner machen. Wir müssen einfach versuchen, unsere Interessen zu sehen und ein schattiertes, ein differenziertes Bild dieser Ereignisse zu haben. Scheidung, welche Scheidung? Der US-Kongress hält zu Europa und bietet damit Donald Trump die Stirn. Das ist vielleicht auch noch etwas, was ich ansprechen möchte. Die Schweizer Medien haben in letzter Zeit ziemlich viel darüber geschrieben, dass die Amerikaner Europa im Stich lassen würden, dass die Amerikaner Europa nicht mehr berücksichtigen würden. Das halte ich für eine ziemlich abwegige Vorstellung, denn nicht zuletzt die Amerikaner, auch diese Regierung, sind teilweise Verfechter der These, dass wer eine wichtige, eine dominante Interessenspolitik vertreten will auf der Erde, der muss eben diese eurasische Kontinentalplatte irgendwie im Blick behalten. Das heisst, nur schon aus Eigeninteresse sind die Amerikaner kaum bereit, Europa sich selber zu überlassen. Vergessen wir nicht, es gibt hier immer noch sehr viele. amerikanische Militärbasen. Epstein-Akten und die Schweiz, eine Altbundesrätin, neue Bankverbindungen und ein rätselhafter Schweizer Zeuge. Ja, diese Epstein-Akten, für mich ist das ein riesen Medienhoax. Das ist wieder so eine Medienhysterie-Geschichte. Ich lasse mich da gerne eines Besseren belehren. Das ist Journalistenfutter. Da wird wahnsinnig viel hineinprojiziert. Da ranken sich die Verschwörungstheorien drumherum. Das Problem... der Verschwörungstheorien besteht einfach immer darin, sie können nicht so viele Leute zum Schweigen bringen, die sie zum Schweigen bringen müssen, damit eben diese Verschwörungstheorien nicht ausgeplaudert werden. Sie können gar nicht so viele Leute erschiessen, um das dann geheim zu halten. Aber eben, natürlich, die Fantasie wird angeregt und Journalisten müssen ja auch etwas schreiben und Politiker müssen irgendetwas ausschlachten können. Auf jeden Fall dieser Fall Epstein, das ist für mich... Auf der gleichen Stufe wie der Russia-Hoax, als man den amerikanischen Präsidenten Trump da in den schmierigen Zusammenhang einer prostituierten Geschichte in Moskau rücken wollte mit fabrizierten Dossiers. 40 Millionen wurden ausgegeben für eine Untersuchung, bei der dann überhaupt nichts herauskam, ausser einem fruchtlosen Impeachment-Verfahren. und jetzt der nächste Versuch. Man will jetzt einfach mit diesem Toten... Mit Jeffrey Epstein versucht man jetzt einfach, aus Mangel an besseren Argumenten Trump zu Fall zu bringen. Aber ich glaube, es gäbe eigentlich stichhaltigere Argumente. Also ich würde diesen geschäftlichen Verpflichtungen und Verfilzungen da etwas geben. in den Blick nehmen. Klaus von Donani, wenn es in Europa einen Krieg gibt, klirrt in New York keine Fensterscheibe. Ja, das Interview mit dem Doyen, einem der Doyens der Sozialdemokratie in Hamburg, schön, dass das jetzt allmählich da auch in anderen Zeitungen zu beobachten ist. Der Fall Jacques Pau, ich habe es in mehreren Sondersendungen gestern noch, vorgestern, Entschuldigung. Noch ein grosses Interview mit ihm, da haben wir über seinen Fall auch analytisch etwas gesprochen. Es ist einfach eine Schande für die Schweiz. Da verdichtet sich ja der böse Verdacht, dass die EU die Schweiz vorher konsultierte und dass sich da anscheinend niemand gewährt hat für diesen früheren Staatsdiener. Und der wird jetzt behandelt wie im Mittelalter. Dem sind die Konten gesperrt, der darf nichts mehr kaufen, der kann seine Wohnung nicht mehr bezahlen, er darf nicht ausreisen, er ist für vogelfrei erklärt. Und nicht einmal vorgewarnt haben ihn unsere Behörden, haben ihm nicht gesagt, sie passen, sie aufkommen, sie in die Schweiz zurück. Das ist gerade für einen in der EU wohnhaften Bürger etwas ganz Schlimmes, wenn sie da sanktioniert werden. Man hat also diesen Mann, ehemaligen Generalstabsoberst, der Panzergrenadiere, Nachrichtenoffizier, EDA-Mitarbeiter, also Augenöstisches Departement des Äusseren, quasi im Departement Gassis früher unterwegs. Ein Konfliktforscher, lebenslang hat er sich mit Konflikten beschäftigt, dann für die UNO, dann für die NATO. Ein neutraler Schweizer, der auch im Ukraine-Krieg letztlich gar keine Meinung vertritt, sondern im Grunde Standortbestimmungen vornimmt, unter Berücksichtigung eben möglichst vieler Fakten, die er dann auch belegen kann. Und wenn du für so etwas, meine Damen und Herren, in der EU sanktioniert wirst, mit diesen mittelalterlichen Methoden, Dann ist die EU auf einem Horrortrip, beziehungsweise sie wird hier zur Kenntlichkeit entstellt und hoffentlich schauen sich das ein paar Schweizer an. Aber die EU ist die EU, da wissen wir ja, dass das nicht funktioniert, dass es autoritäre Tendenzen hat, dass das eine Scheindemokratie ist. Aber was macht denn hier eigentlich die Schweiz? Das ist eine Schande. Und wenn wir dann sehen, dass ein Bundesrat Jans auf die Frage des Weltwoche-Journalisten Biener dann auch noch, Entschuldigung, dumm lacht, das noch irgendwie witzig findet, Ich meine, dann frage ich mich einfach, Was ist hier nicht nur die intellektuelle Substanz, sondern auch charakterlich? Muss man sich doch da ein paar Fragen stellen. Ich meine, was ist denn eigentlich das Auswahl- und Berufungsverfahren für einen Bundesrat da in Bern? Ich will es nicht zu hoch hängen. Das sind keine Übermenschen. Aber man sollte dann auch nicht ins Gegenteil verfallen. Also das sind für mich Abgründe. Und in den Medien das Gleiche. Lauwarme Berichterstattung. Kaum irgendwo wird dieser Fall aufgegriffen. Die NZZ hat da eine Story gemacht. Titel Russland nähe. Die EU belegt Jacques Bourg mit Sanktionen. Ist Roger Köppel der Nächste? Ich meine, das ist jetzt etwas noch das Dümmste, was man hier als Frage stellen kann. Noch irgendwelche Spekulationen anschauen. Ja, wen können es denn auch noch erwischen? Wen können wir jetzt auch noch ins Pro-Russland-Lager hineindrücken? Das ist ja lächerlich. Ich meine, die kommen nicht mal auf die Idee, ein paar kritische Fragen zu stellen dem Schweizer Bundesrat, unseren Behörden, zum Beispiel der Botschafterin Rita Adam. In Brüssel, warum eigentlich hat man Herrn Bohn nicht vorinformiert, nämlich die Schweizer Behörden wissen seit Wochen Bescheid. Wieso hat niemand angerufen? Wieso hat die Schweizer Botschafterin bis jetzt nicht angerufen, zumindest bis zur Aufzeichnung dieser Sendung nicht? Was ist denn da los? Wie behandelt man in Bern eigentlich frühere Staatsdiener? Was ist das für ein Signal, auch für Leute, die sich überlegen, in der Schweiz vielleicht einmal ihr Eigentum anzulegen? Wo ist denn da der Rechtsschutz? Ich meine, man hat ja von der Regierung her schon Leute, die in der Schweiz völlig legal gewohnt haben, wenn sie auf eine Sanktionsliste gekommen sind, fallen gelassen wie heisse Kartoffeln. Aber was jetzt passiert mit Jacques Pau, einem Offizier, einem Schweizer Bürger im Ausland, wie einen Aussätzigen behandeln sie den. Man hat fast den Eindruck, da gibt es eine Intrige oder die haben geklatscht in Bern, dass der mit solchen drakonischen Strafmassnahmen, mit diesem Unrechtsregime von Sanktionen belegt wurde. Das hat für mich nichts mehr mit Rechtsstaat zu tun, was da passiert. Und all diese hochwohl löblichen und dröhnenden und scherbelnden Bekundungen, die wir da immer wieder gehört haben, nein, nein, die Schweiz muss sich für das Völkerrecht einsetzen. Die Schweiz soll sich einmal für ihre Landsleute einsetzen und das Schweizerrecht ernst nehmen und aufhören, da sich in diesen globalen Zusammenhängen immer wieder aufzuspielen und aufzuplustern. Also das wirft Fragen auf natürlich, dass da abgründe öffnen. Und klar, es überrascht am Schluss natürlich nicht. Unsere Medien haben natürlich diese Brüsseler Narrative des Ukraine-Kriegs übernommen. Unsere Behörden haben sie übernommen, unsere Bundesräte. Ignacio Cassis hat sich da im Fanclub geradezu vom Präsident Zelensky ablichten lassen, ist mit ihm da herummarschiert und so weiter. Das ist doch einem neutralen Staat nicht würdig. Und wenn du dir natürlich diese Propaganda zu eigen gemacht hast, dann bist du einverstanden, wenn die EU all jene bestraft, die eben nicht bei dieser Propaganda mitmachen. Aber die Lüge, die da verbreitet wird, ist die, dass jeder, der bei dieser Propaganda nicht mitmacht, dann automatisch ein Handlanger Russlands sei. Das ist ja die Frechheit, das ist diese Unterstellung jener Kriegsgurgeln, die sich dermassen verrannt haben, die dermassen versunken sind in dieser Propaganda. dass sie gar kein Musikgehör mehr haben für Leute, die das differenzierter sehen. Für die ist jeder, der nicht sagt, Putin an den Galgen, Atombombenteppich über Russland, das ist für sie ein Benkelsänger Russlands, das ist für sie einer aus dem Fanclub des Kreml. Und das ist doch eine komplett intellektuell stumpfsinnige Art und Weise, Entschuldigung, diesen Konflikt anzuschauen. Aber die Medien steigen auf das ein, selbst eine NZZ. Also das ist... Wirklich also ein schmähliches, ein jämmerliches Zeugnis, das man hier leider ausstellen muss. Nun gut, beruhigen wir uns wieder, freuen wir uns auf Weihnachten. Das ist ja das Gute an diesen Fällen. Ich will es jetzt überhaupt nicht kleinreden, es ist ein gewaltiger Skandal, es ist eine Schande. Aber! Es hat natürlich auch etwas Entlarvendes. Und die Missstände, die jetzt ans Licht kommen, das sind Augenöffner. Und all jene, die vielleicht ein etwas realistischeres Bild von der EU gehabt haben, die dürften sich bestätigt fühlen. Und ich hoffe, ich bin kein metaphysischer EU-Gegner, ich hoffe, dass vielleicht auch in der EU der eine oder andere merkt, Entschuldigung, das kann es ja nicht sein, wenn wir solche Leute sanktionieren. Das bringt es gar nicht. Das ist so offensichtlich, dass das jenseits von Gut und Böse ist. Das kann keinen Bestand haben. Das ist Ausdruck der Panik. Also wer so etwas macht, wer einen Jacques Boe sanktioniert, der pfeift aus dem letzten Loch. Und das ist die gute Nachricht, meine Damen und Herren, das ist die gute Nachricht, dass sich eben die Dinge immer auch wieder zur Kenntlichkeit entstellen. Was wir dann sehen, was da rauskommt, ist natürlich... Ein Abbild der menschlichen Möglichkeiten ist sozusagen das Spiegelbild der menschlichen Natur, eben hier zur Kenntlichkeit entstellt. Und der Anblick ist zum Teil gar nicht zu ertragen, aber wir werden immer wieder konfrontiert. Wir offenbaren uns uns immer wieder selber. Und das Schöne ist, am Ende, warum auch immer, setzt sich dann eben doch das Gute durch. Das ist meine feste Überzeugung. Wir haben so viele Katastrophen gehabt, gerade im 20. Jahrhundert, aber keine und keiner der Urheber dieser Katastrophen konnte sich behaupten. Das rechtfertigt diese Katastrophe nicht, das rechtfertigt die Opfer nicht, verstehen Sie mich nicht so, aber es ist immerhin wenigstens das, dass am Schluss das Ganze auch wieder überwunden wurde. Und diese Katastrophen, um jetzt noch einmal den Bogen zur Weihnachtsgeschichte zu schlagen, Diese Katastrophen sind... natürlich letztlich die Konsequenz des freien Willens, der uns gegeben wurde, mit allen anderen Geschenken, die wir unverdient durch die Gnade der Geburt, sagen wir, die Gnade eines Allmächtigen erhalten haben. Schöne Weihnachten jetzt schon. Ich melde mich dann sicherlich morgen noch einmal zurück, wenn ich schaffe. Aber auf jeden Fall jetzt schon schöne Weihnachten. Alles Gute. Und ich freue mich, wenn wir da in Kontakt bleiben. Ich muss mich auch immer wieder etwas um die Familie kümmern und mache das auch sehr, sehr gerne. Aber eben, dann plötzlich wirst du wieder hineingerissen in so einen Nachrichtenstrudel und bist gezwungen, dich dazu zu äussern oder bildest dir zumindest ein, du seist gezwungen, dich dazu zu äussern. Vielen herzlichen Dank jedenfalls für Ihre Resonanz, auch für Ihr kritisches Feedback. Ich bekomme manchmal auch regelrechte Gardinenpredigten dazu geschickt. Aber... In den meisten Fällen gelingt es auch, hier wieder über die Emotion hinweg sich dann etwas zu verständigen. Bis bald, alles Gute. Oh, ist eine etwas längere Sendung geworden. Hoffentlich ist noch irgendjemand da draussen dabei. Jetzt dann gleich die internationalen Nachrichten. Ich freue mich auch auf die. Bis gleich.

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Fall Jacques Baud: Jämmerliches Medienversagen. Weihnachten: Die unglaublichste und beste Geschichte der Welt. Fall Epstein: Nullstory des Jahres

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Fall Jacques Baud: Jämmerliches Medienversagen. Weihnachten: Die unglaublichste und beste Geschichte der Welt. Fall Epstein: Nullstory des Jahres
Fall Jacques Baud: Jämmerliches Medienversagen. Weihnachten: Die unglaublichste und beste Geschichte der Welt. Fall Epstein: Nullstory des Jahres
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