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Fall Iris Stalzer: Tochter soll Bürgermeisterin von Herdecke stundenlang gefoltert haben

Die neugewählte Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer (SPD), ist laut Medienberichten mutmasslich über Stunden in ihrem eigenen Keller schwer misshandelt worden. Die Polizei fand die 57-Jährige Anfang der Woche mit lebensgefährlichen Verletzungen in ihrer Wohnung. Inzwischen ist sie ausser Lebensgefahr. Im Zentrum der Ermittlungen steht ihre minderjährige Adoptivtochter.

ALEX TALASH / KEYSTONE
KEYPIX - 07
ALEX TALASH / KEYSTONE

Nach Informationen der Bild-Zeitung soll die Jugendliche aus Rache gehandelt haben – wofür, ist unklar. Die Berichte sprechen von stundenlanger Folter: Die Tochter habe demnach versucht, Haare und Kleidung ihrer Mutter mit einem Deospray und einem Feuerzeug in Brand zu setzen, bevor sie mehrfach mit Messern auf sie eingestochen habe. Eine offizielle Bestätigung für diese Details liegt nicht vor. Die Polizei erklärte jedoch, es gebe Spuren, die auf eine Tat im Keller hinwiesen. Zudem habe Iris Stalzer ihre Tochter als mutmassliche Angreiferin benannt.

Die Attacke ereignete sich nur kurz nach Stalzers Wahl zur Bürgermeisterin der 22.500-Einwohner-Stadt im Ruhrgebiet. Politische Motive schliessen Polizei und Staatsanwaltschaft aus. Bereits im Sommer hatte es laut Sicherheitskreisen einen Vorfall häuslicher Gewalt gegeben. Der 15-jährige Adoptivsohn Stalzers wurde ebenfalls dem Jugendamt übergeben. Die Tatwaffe war in seinem Zimmer gefunden worden.

Stalzer wird inzwischen nicht mehr intensivmedizinisch behandelt, sie ist ausser Lebensgefahr.

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