Das US-Justizministerium plant keine weiteren Anklagen im Zusammenhang mit dem Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Das erklärte Vize-Justizminister Todd Blanche gegenüber dem Sender CNN. Bei der Auswertung der neu veröffentlichten Ermittlungsakten habe man nichts gefunden, «was dem Ministerium eine Strafverfolgung ermöglichen würde». Jeder könne die Dokumente nun selbst prüfen und «beurteilen, ob wir uns geirrt haben», sagte Blanche.
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Die jetzt zugänglichen Akten umfassen E-Mails, Gerichtsdokumente, ärztliche Gutachten sowie Tausende Fotos und Videos. Blanche räumte ein, dass das Material schwer zu ertragen sei: «Es gibt viele schreckliche Fotos, die offenbar von Herrn Epstein oder seinem Umfeld aufgenommen wurden, aber das erlaubt uns nicht unbedingt, jemanden strafrechtlich zu verfolgen.»
Jeffrey Epstein hatte über Jahre hinweg einen Missbrauchsring betrieben. Dutzende Minderjährige und junge Frauen wurden Opfer. In den Akten werden prominente Namen erwähnt – darunter Bill Clinton, Elon Musk und Prinz Andrew. Hinweise auf strafbares Verhalten dieser Personen enthält das Material jedoch nicht.
Mit der Veröffentlichung einer letzten Dokumenten-Charge sieht das US-Justizministerium seine Verpflichtung erfüllt. Blanche betonte, damit sei der Fall für die Ermittlungsbehörden abgeschlossen.