Der Bayerische Rundfunk (BR) hat zum 15. Jahrestag des Erdbebens und Tsunamis in Japan eine Meldung mit der Überschrift «Jahrestag: Japan erinnert an Atomkatastrophe von Fukushima vor 15 Jahren» veröffentlicht. Wie die Bild-Zeitung berichtet, heisst es im ersten Satz der Meldung: «Japan gedenkt Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima.»
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Im weiteren Text der BR-Meldung wird auf das Erdbeben der Stärke 9,0 am 11. März 2011 verwiesen. Das Beben erschütterte den Nordosten Japans und löste einen Tsunami aus. Die Flutwelle traf unter anderem das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, wo es in mehreren Reaktoren zu einer Kernschmelze kam.
Der Tsunami forderte rund 20 000 Todesopfer. Laut verschiedenen Studien gibt es keine nachgewiesenen Todesfälle durch direkte Strahlenbelastung infolge der Reaktorkatastrophe. Darauf verweisen auch die Atomkraft-Experten Amardeo Sarma und Anna Vero Wendland in einem Beitrag in der Welt. Sie schreiben: «Es gab keine nachgewiesenen strahlenbedingten Todesfälle, wohl aber zahlreiche zusätzliche Todesfälle infolge der Evakuierung, vor allem bei älteren und kranken Menschen.»
Nach Angaben japanischer Behörden wurden im Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe rund 2000 sogenannte «disaster-related deaths» registriert. Dabei handelt es sich um Todesfälle infolge der Evakuierung, von Stress, Erschöpfung, fehlender medizinischer Versorgung oder Suizid.
Nach dem Reaktorunglück beschloss die damalige deutsche Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den Ausstieg aus der Kernenergie.