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Fairness im Fussball: Warum die Tore bei den Frauen verkleinert werden sollten

Der Frauenfussball ist in der Schweiz derzeit omnipräsent. Am Mittwoch startet die Euro in unserem Land – und mitten drin die Schweizer Equipe, die zum Auftakt in Basel auf Norwegen trifft.

Die Vorfreude ist gross, die sportliche Ausgangslage dagegen nicht sonderlich verheissungsvoll. Spätestens nachdem das Schweizer Team von einer Luzerner Junioren-Mannschaft vorgeführt wurde und eine 1:7-Niederlage kassierte, ist die Diskussion vom Unterschied zwischen dem Spiel der Frauen und demjenigen der Männer entbrannt. Eigentlich eine überflüssige Geschichte. Schliesslich lässt sich der physische Unterschied nicht wegdiskutieren.

© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER
Viola Calligaris, Alisha Lehmann, und Luana Buehler, links nach rechts, waehrend eines Trainings der Schweizer Frauen Fussball Nationalmannschaft vor der UEFA Women's EURO 2025, am Montag, 23
© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER

In vielen anderen Sportarten wird diesem Umstand Rechnung getragen. Im Volleyball beispielsweise, einer der wenigen Sportarten, in der Frauen mehr verdienen als Männer, hängt das Netz bei Frauen 19 Zentimeter tiefer. Im Kugelstossen beträgt das Gewicht des Wurfkörpers bei Männern 7,26 Kilogramm, bei Frauen 4,0 Kilogramm. Auf der Hürden-Kurzdistanz laufen Männer 110 Meter, Frauen 100 Meter. Und im Tennis spielen Männer an Grand-Slam-Turnieren über drei Gewinnsätze, Frauen über zwei.

Es wäre deshalb nichts anderes als logisch, wenn man auch im Fussball Regeln und Rahmenbedingungen anpassen würde. Dass die Schweizer Torhüterin Livia Peng (173 cm Körpergrösse) im 244 Zentimter hohen Tor zur Zwergin wird, hat nichts mit ihren Fähigkeiten zu tun. Der Nationalkeeper der Männer (Gregor Kobel, 195 cm) befindet sich in einer wesentlich dankbareren Situation.

SRF machte vergangene Woche in der Wissenschaftssendung «Einstein» ein interessantes Experiment – und kam zum Resultat, dass die Männer mit schwereren Bällen und grösseren Toren sowie auf einem breiteren sowie längeren Spielfeld spielen müssten, um den gleichen Aufwand zu betreiben wie ihre Kolleginnen.

Doch da unterliegt der Staatsfunk einem Denkfehler im Sinne des Zeitgeists und der politischen Überkorrektheit. Nicht die Männer, die seit 1848 nach den mehr oder weniger gleichen Regeln spielen, müssen ihre Bedingungen anpassen. Die Fussballerinnen (und das Publikum) würden enorm profitieren, wenn man das reglementarische Missverständnis korrigieren und den Hebel bei den Frauen ansetzen würde – wenn man den Frauenfussball als das behandeln würde, was er wirklich ist: ein Spiel, das mit demjenigen der Männer nur schwer zu vergleichen ist.

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