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«F-35 funktioniert nicht»: US-Rüstungsexperten betrachten Kampfjet-Projekt als gescheitert – Schweizer Bundesrat treibt Tarnkappenbomber-Beschaffung weiter voran

Einen «Alleskönner, der nichts richtig kann» nannte Elon Musk den F-35-Kampfjet Ende 2024. Mit seinen Äusserungen stellte der US-Unternehmer auch die Schweiz bloss, die 36 F-35-Kampfflugzeuge aus Washington bestellt hat. Wer noch immer auf den Tarnkappenbomber setzt, ist laut Musk ein «Idiot».

© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Bundesrat Martin Pfister, hinten, bei einer Demonstration in einem Flugsimulator neben Pilot Lucien Lassence, waehrend einem Rundgang auf dem Militaerflugplatz Payerne, am Donnerstag, 9
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Heute räumt auch der US-Rechnungshof GAO ein, dass es um das F-35-Projekt schlecht bestellt ist. Die Behörde kam in einem kürzlich veröffentlichten Bericht zum Schluss, dass das sogenannte Block-4-Paket massiv reduziert werden müsse. Dabei geht es um die Modernisierung von Hard- und Software, wovon Kampffähigkeiten wie die elektronische Kriegsführung, Waffen, Kommunikation und Navigation betroffen sind.

Die Tragweite des Berichts der US-Behörde sorgt unter Experten für Gesprächsstoff. Das Ganze sei «ein Eingeständnis, dass das gesamte Projekt gescheitert ist», sagt Dan Grazier, ehemaliger Hauptmann in den US-Marines und heute leitender Mitarbeiter in der Denkfabrik Stimson Center. «Wenn Programmverantwortliche sagen, ‹den Umfang von Block 4 zu reduzieren›, dann meinen sie damit, dass der F-35 nicht über Kampffähigkeiten verfügen wird, die Teil des ursprünglichen Designs waren», schreibt Grazier im Fachmagazin Responsible Statecraft. Scharfe Kritik äussern auch weitere Experten. Scott Ritter, ehemaliger US-Waffeninspektor bei der Uno, sagt: «Der F35 funktioniert nicht. Aber die Menschen reden nicht darüber.»

In der Schweiz wird die Beschaffung des F-35-Jets derweil weiter vorangetrieben. Die Ruag investiert massiv, um die Wartung der Jets zu gewährleisten. Der Bundesrat etwa hält am Offsetprojekt Rigi fest. 4 der 36 F-35-Kampfflugzeuge sollen beim bundeseigenen Rüstungskonzern teilendmontiert und getestet werden, bestätigte das VBS am Donnerstag. Im Parlament untersucht eine Subkommission der Geschäftsprüfungskommission derzeit die Beschaffung des F-35. Für die Schweiz, die ursprünglich mit 6 Milliarden Kosten rechnete, drohen Mehrkosten von 650 Millionen bis 1,3 Milliarden.

Laut dem US-Rechnungshof verzögert sich die Entwicklung jetzt nochmals um fünf Jahre, und die Kosten steigen um 6 Milliarden auf gesamthaft 16,6 Milliarden Dollar. Die Einschätzungen der US-Behörde sowie der US-Experten werfen grundsätzlichere Fragen auf: Kommt der «fliegende Supercomputer», wie der Jet auch genannt wird, überhaupt jemals wie vorgesehen zum Fliegen hierzulande? Und warum muss die Schweiz so viel mehr Geld zahlen, wenn der Jet ohnehin nicht einhalten kann, was Washington versprochen hat?

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