Zwei Monate vor einem geplanten Staatsbesuch in Peking hat US-Präsident Donald Trump ein ausführliches Telefonat mit Chinas Staatschef Xi Jinping geführt. Laut Trump war es ein «exzellentes Gespräch», in dem es um die Ukraine, Taiwan, Handel und sicherheitspolitische Themen ging. «Ich freue mich sehr auf meinen Besuch in China im April», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
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Im Zentrum des Dialogs standen die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, berichtet die Financial Times. Trump erklärte, China habe zugesichert, mehr amerikanisches Öl, Gas und Sojabohnen zu kaufen. Auch über mögliche militärische Kooperationen sowie den Umgang mit dem Iran sei gesprochen worden.
Das Telefonat folgte auf ein Treffen der beiden Präsidenten im südkoreanischen Busan im vergangenen Herbst, bei dem sie sich auf einen einjährigen Handelsfrieden geeinigt hatten. Peking verzichtete auf geplante Exportkontrollen für seltene Erden, Washington verschob die Aufnahme zahlreicher chinesischer Unternehmen auf eine schwarze Handelsliste. Zudem reduzierte Trump Strafzölle auf fentanylbezogene Substanzen, nachdem Peking zugesagt hatte, den Export der Ausgangsstoffe stärker zu kontrollieren.
Xi Jinping kritisierte im Gespräch mit Trump die US-Waffenlieferungen an Taiwan. Die Waffenhilfe in Höhe von elf Milliarden Dollar sei das «wichtigste Problem» im bilateralen Verhältnis, so Xi. «China wird niemals zulassen, dass Taiwan von China abgespalten wird», betonte der Präsident laut staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua.
Im Vorfeld hatte Xi auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und die zunehmende globale Instabilität beklagt. Beide Länder müssten als ständige Mitglieder des Uno-Sicherheitsrats für «Fairness und Gerechtigkeit» eintreten, hiess es.