Ein Anschlag in Moskau erschüttert die russische Militärführung: Generalleutnant Fanil Sarwarow, Leiter der Abteilung für operative Ausbildung im Generalstab der russischen Streitkräfte, kam am Montagmorgen durch eine Explosion ums Leben. Laut Angaben des Ermittlungskomitees wurde ein Sprengsatz unter seinem Auto platziert und ferngezündet. Die Detonation ereignete sich in einem Parkplatz neben einem Wohnhaus im Süden der Hauptstadt, berichtet der Sender Euronews.
Die russischen Behörden gehen von einem gezielten Mordanschlag aus. Eine Sprecherin des Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko, erklärte, dass ein Strafverfahren eingeleitet worden sei. «Eine der geprüften Spuren ist die Beteiligung ukrainischer Geheimdienste an der Tat», so Petrenko. Weitere Untersuchungen, darunter forensische und sprengstofftechnische Gutachten, seien angeordnet worden. Zeugen und Überwachungsvideos würden derzeit ausgewertet. Kiew hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäussert.
Es ist nicht das erste Mal seit Beginn des russischen Einmarschs in die Ukraine im Februar 2022, dass russische Generäle auf heimischem Boden durch Sprengsätze getötet wurden. Im Dezember 2024 kam Generalleutnant Igor Kirillow durch eine ferngesteuerte Sprengfalle auf einem Motorroller ums Leben. Im April 2025 wurde Generalleutnant Jaroslaw Moskalik ebenfalls Opfer eines Autobombenanschlags. Auch für diese Fälle übernahm die Ukraine offiziell keine Verantwortung.