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«Eure Länder fahren zur Hölle»: Trump warnt die Europäer vor fatalen Folgen der unkontrollierten Einwanderung. Seine Rede vor der Uno in New York war eine ungehobelte Tirade gegen die Vereinten Nationen – mit einer deftigen Prise Wahrheit

Trump kam, sah und schwieg. Als der US-Präsident zu seiner mit Spannung erwarteten Rede ansetzte, fiel der Teleprompter aus.

Trump kniff die Augen zusammen: «Ich kann nur sagen, wer auch immer diesen Teleprompter bedient, der steckt in grossen Schwierigkeiten», erklärte er unter Gelächter. Es mache ihm nichts aus, frei zu reden. «So spricht man mehr aus dem Herzen.»

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
President Donald Trump addresses the 80th session of the United Nations General Assembly, Tuesday, Sept
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President Trump began his address before the United National General Assembly on Tuesday by noting that his teleprompter was not working. “I can only say, whoever’s operating this teleprompter is in big trouble,” he said to laughter. #trump #teleprompter #unitednations #unga #cspan

♬ original sound - C-SPAN

Dann folgte eine Schelte der Uno, die sich gewaschen hatte. «Die Vereinten Nationen finanzieren einen Angriff auf westliche Länder und ihre Grenzen», sagte Trump vor Staats- und Regierungschefs der Welt in New York City. «Die Uno unterstützt Menschen, die illegal in die Vereinigten Staaten einreisen.» Trump verwies auf die finanzielle Unterstützung, die die Organisation Migranten gewährt hatte.

Dann widmete er sich dem seiner Meinung nach wichtigsten Thema unserer Zeit: der unkontrollierten Einwanderung.

Europa warnte er davor, «zur Hölle zu fahren». «Es wurde von einer Flut illegaler Einwanderer überrannt, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat», so Trump an seine Verbündeten. Und weil diese «sich dafür entscheiden, politisch korrekt zu sein, tun sie absolut nichts dagegen.»

Er warf das Scheinwerferlicht auf die Kapitale Grossbritanniens, die er eben besucht hatte.

«Ich schaue mir London an, wo ihr einen schrecklichen Bürgermeister habt und wo sich so viel verändert hat», sagte er mit einem Rippenstoss gegen den muslimischen mayor Sadiq Khan.

Mit Referenz auf die wachsende Islamisierung der britischen Gesellschaft warnte Trump: «Jetzt wollen sie die Scharia einführen, aber ihr seid in einem anderen Land, das könnt ihr nicht machen.»

Dann holte er aus zu einer Breitseite gegen die Uno und wurde grundsätzlich: «Was ist der Zweck der Vereinten Nationen?» «Alles, was sie zu tun scheinen, ist, einen wirklich scharf formulierten Brief zu schreiben. Das sind leere Worte, und leere Worte lösen keinen Krieg.»

«Ich habe immer gesagt, dass [die Uno] ein so enormes, enormes Potenzial hat, aber sie kommt nicht einmal annähernd an dieses Potenzial heran.»

Trump selbst präsentierte sich als Friedensstifter.

«Ich habe sieben Kriege beendet», erklärte er. Dazu zählte er die Konflikte zwischen Armenien und Aserbaidschan, Kambodscha und Thailand, Israel und Iran, Indien und Pakistan, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo, Ägypten und Äthiopien sowie Serbien und dem Kosovo.

«Ich habe mit den Staatschefs jedes einzelnen dieser Länder verhandelt und nie auch nur einen Anruf von den Vereinten Nationen erhalten, in dem mir Hilfe bei der endgültigen Aushandlung des Abkommens angeboten worden wäre», erklärte er.

Vieles an seiner Rede war – typisch Trump – übertrieben formuliert. Doch im Kern steckte in allem eine deftige Prise Wahrheit, die den Granden im Saal schlecht bekommen ist, aber draussen im adressierten Westen für Frischluft sorgte.

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