US-Konzerne wie der Vermögensverwalter Blackrock zeigen Interesse an Investitionen in der Ukraine nach einem Ende des Krieges. Das sagte die EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, im Interview mit Euronews am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Die EU führe intensive Gespräche über den Wiederaufbau des Landes – auch mit privaten Investoren aus den USA.
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Kos betonte, staatliche Mittel allein reichten nicht aus. «Staatliche Gelder oder EU-Gelder sind nicht genug», sagte sie. Entscheidend sei, privates Kapital anzuziehen. Dafür brauche es jedoch stabile Rahmenbedingungen und Vertrauen. Ohne verlässliche Geschäftsbedingungen würden Investoren nicht einsteigen.
Die Kommissarin begrüsste Fortschritte bei der Zusammenarbeit zwischen EU, USA und Ukraine. Man habe sich auf ein «Wohlstandspapier» geeinigt, das als Rahmen für die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine nach einem Frieden dienen solle. «Das ist wirklich ein Plan», erklärte Kos.
Auch ein möglicher beschleunigter EU-Beitritt der Ukraine war Thema. Kos sagte, die seit Jahrzehnten unveränderte Methodik der Beitrittsverhandlungen müsse überprüft werden, um sie an die veränderte geopolitische Lage anzupassen. Zu Spekulationen über eine «EU-Mitgliedschaft light» äusserte sie, man stehe vor grossen Herausforderungen und müsse «über den Tellerrand hinausschauen».