Ursula von der Leyen könnte nach Brüssel auch Berlin erobern: Laut einem Bericht der Bild-Zeitung gilt die EU-Kommissions-Präsidentin als mögliche Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier im Amt des Bundespräsidenten. In Regierungskreisen werde die CDU-Politikerin zunehmend als Favoritin für die Wahl 2027 gehandelt.
Die Bundesversammlung, die den Bundespräsidenten wählt, wird zu einem grossen Teil von Parteifunktionären gestellt – und deren Einigung auf einen Kandidaten gilt als wahrscheinlich. Das Spiel um das höchste Staatsamt ist in der Praxis oft ein Tauschgeschäft zwischen den Grossparteien. Für von der Leyen wäre es eine Krönung ihrer Karriere – aber auch ein Abschied von der Macht.
Denn als Präsidentin der EU-Kommission ist sie auf dem internationalen Parkett eine zentrale Figur – etwa bei Ukraine-Gesprächen im Weissen Haus. Ihr Mandat läuft bis 2029. Der Umzug ins Berliner Schloss Bellevue würde also einen vorzeitigen Rücktritt erfordern und zugleich den Wechsel in eine eher zeremonielle Rolle bedeuten.
Unklar bleibt, ob von der Leyen selbst bereit wäre, diesen Schritt zu gehen. Laut Bild wäre damit zwar eine Verlängerung ihrer politischen Laufbahn um weitere Jahre möglich – allerdings ohne eigene Gestaltungsmacht.