EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas hat am Montag Aserbaidschan besucht, um die Zusammenarbeit im Energie- und Transportsektor zu stärken. Dies berichtet die ARD. Bei einem Treffen mit Präsident Ilham Alijew betonte Kallas die Rolle Aserbaidschans als wichtigen Partner für die Energiesicherheit Europas. Aserbaidschan liefere Gas über den südlichen Energiekorridor und wolle die Verbindungen zur EU weiter ausbauen, erklärte sie bei einer Pressekonferenz.
Kritik gab es daran, dass Kallas nicht auch Armenien besuchte. In Jerewan wurde ihr Fernbleiben laut örtlichen Medien mit «Bedauern und Sorge» zur Kenntnis genommen. Armenien und Aserbaidschan streben derzeit unter Vermittlung der EU ein Friedensabkommen an, während es weiterhin Spannungen entlang der Grenze gibt.
Aserbaidschan hatte zuletzt seine strategischen Beziehungen zu China ausgebaut und drohte, sich bei ausbleibenden Investitionen im Energiesektor stärker nach Osten und Süden zu orientieren. Kallas kündigte die Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen der EU und Aserbaidschan an.