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EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas: Gespräche zwischen USA und Russland seien nach Drohnenangriff auf Tschernobyl «obsolet»

Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas hat Gespräche zwischen den USA und Russland nach einem mutmasslichen russischen Drohnenangriff auf das stillgelegte Kernkraftwerk Tschernobyl als «obsolet» bezeichnet. Die Attacke zeige deutlich, dass Moskau keinen Frieden wolle, sagte Kallas am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz.

Kallas: «Alle anderen Gespräche sind völlig hinfällig angesichts der Bombardierung des Kernkraftwerks, der Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur.» Entscheidend sei nun, wie Europa die Ukraine weiterhin unterstütze, da sich an Russlands Zielen nichts geändert habe.

RONALD WITTEK / POOL / KEYSTONE
epa11897968 EU High Representative for Foreign Affairs and Security Policy Kaja Kallas (C) and US Secretary of State Marco Rubio (L) attend the meeting of Foreign Ministers the Transatlantic Quint during the 61st Munich Security Conference (MSC), in Munich, Germany, 15 February 2025
RONALD WITTEK / POOL / KEYSTONE

Die frühere Premierministerin Estlands kritisierte zudem US-Präsident Donald Trump für dessen Gespräch mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Sie warnte davor, dass Europa und die Ukraine von möglichen US-Russland-Verhandlungen ausgeschlossen werden könnten.

In der Nacht auf Freitag soll Russland nach ukrainischen Angaben die Schutzhülle des vor fast vierzig Jahren havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl mit einem Drohnenangriff beschädigt haben. Kritiker wie der US-Journalist Alex Jones sprechen allerdings von einer False-Flag-Operation der Ukraine, mit der die Friedensinitiative von US-Präsident Donald Trump sabotiert werden soll.

Trumps Vizepräsident J. D. Vance und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatten sich am Freitag im Rahmen der Sicherheitskonferenz getroffen. Selenskyj zeigte sich skeptisch, dass Washington einen konkreten Plan zur Beendigung des Krieges habe.

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