Estlands Parlament hat Änderungen am Kirchen- und Gemeindegesetz beschlossen, um den Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche im Land einzudämmen. Ziel ist es, alle Verbindungen der orthodoxen Kirche zum Moskauer Patriarchat zu kappen, berichtet der Sender N-TV. Die Änderungen gelten als Reaktion auf den Ukraine-Krieg und die politische Unterstützung durch den russisch-orthodoxen Moskauer Patriarchen Kyrill.
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Die Reform verpflichtet Glaubensgemeinschaften, Klöster und Gemeinden in Estland, sich nicht von religiösen Autoritäten aus Staaten führen zu lassen, «von denen eine Bedrohung für die öffentliche Ordnung oder Sicherheit ausgeht».
Innenminister Igor Taro erklärte: «Wir werden weiterhin die Religionsfreiheit garantieren und auch in Zukunft dafür sorgen, dass Religion nicht gegen unseren Staat und unser Volk eingesetzt werden kann.» Ein automatisches Verbot orthodoxer Kirchen sei nicht vorgesehen.