Das Auswärtige Amt hat Deutsche im Iran erneut eindringlich zur Ausreise aufgefordert. Wegen der Gefahr einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran seien die Sicherheitshinweise sowie die seit November 2022 bestehende Ausreiseaufforderung bekräftigt worden, teilte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin mit.
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«Es bestehen, wenngleich eingeschränkt, auch weiterhin kommerzielle Verbindungen, Flugverbindungen aus dem Iran in umliegende Länder, und auch auf dem Landweg ist weiterhin eine Ausreise möglich», sagte der Sprecher. Deutsche Staatsangehörige sollten diese Möglichkeiten nutzen.
Zugleich warnte das Ministerium, dass im Falle einer weiteren Zuspitzung konsularische Hilfe nicht garantiert werden könne. In der Krisenvorsorgeliste Elefand sei derzeit noch eine mittlere dreistellige Zahl deutscher Staatsbürger registriert.
Hintergrund der Warnung sind die zunehmenden Spannungen zwischen Washington und Teheran. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran am Donnerstag eine Frist von «zehn bis fünfzehn Tagen» für ein Abkommen gesetzt. Das sei «so ziemlich das Maximum», erklärte er. Andernfalls würden «schlimme Dinge geschehen». Im Zentrum der Verhandlungen steht das umstrittene iranische Atomprogramm.