Die Leitung einer Wiener Schule beklagt zunehmende Auswirkungen des Ramadans auf den Schulalltag. Dies berichtet die österreichische Zeitung Heute. Obwohl Kinder bis vierzehn Jahre vom Fasten grundsätzlich ausgenommen sind, beteiligten sich zahlreiche Schüler an der Fastenzeit, heisst es.
«Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer», schildert eine Schulleitung aus Wien. An mehreren Standorten sei sogar die Faschingsfeier verschoben worden, da der Beginn des Ramadans in die entsprechende Woche fiel. Laut Schule beeinträchtigt das Fasten die Leistungsfähigkeit. «Die Kinder sind müde, launisch und unkonzentriert», so die Schulleitung. Im vergangenen Jahr sei im Turnunterricht ein Schüler zusammengebrochen.
Georgios Kefalas/Keystone
Zudem berichtete die Schulleitung: «Wir hatten eine Schülerin, die kam von einem Tag auf den anderen plötzlich völlig verschleiert in die Schule.» Viele Jugendliche orientierten sich an muslimischen Predigern in sozialen Medien, die zum strengen Fasten aufgerufen hatten. Ein Grossteil der Schüler an der Mittelschule sei muslimisch, nehme jedoch nicht am Religionsunterricht teil.
Die Schule biete Wasser und Essen an, doch dies werde teilweise abgelehnt. «Wir bieten den Kindern Wasser an, aber sie lehnen ab. Auch im Kochunterricht wird das Essen verweigert.» Bei einer gesunden Jause sagten Schüler: «Nein, wir fasten.» Laut Lehrkräften entwickelt sich das Fasten teilweise zu einem Wettbewerb unter Jugendlichen.