Der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD) kritisiert die neue E-Auto-Prämie der Bundesregierung und meldet deutliche Einbussen im Neuwagengeschäft. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, sagte VAD-Präsident Burkhard Weller, die holprige Einführung verunsichere Kunden, der Auftragseingang liege 20 Prozent unter Plan.
«Es ist eine Katastrophe, wie das organisiert wird», sagte Weller. Wegen vieler offener Fragen zögerten die Kunden. «Es ist also eindeutig nicht der erhoffte Booster, im Gegenteil: Die Prämie schadet mehr, als sie nützt. Den ganzen Spuk hätte man sich sparen können und die drei Milliarden Euro für die Kaufprämie besser in Kitas und Schulen investiert.»
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Die Bundesregierung hatte im Januar Zuschüsse für Neuwagen mit Elektroantrieb, Plugin-Hybrid und Range Extender angekündigt. Die Förderung gilt rückwirkend für Neuzulassungen seit dem 1. Januar 2026. Ein Online-Portal zur Antragstellung soll voraussichtlich im Mai freigeschaltet werden. Privatpersonen sollen bis zu 6000 Euro erhalten.
Der Verband erklärte weiter: «Als Verband der Automobilhändler Deutschlands halten wir die Prämie grundsätzlich für falsch.» Anfang Februar hatte der VAD eine «zügigere Umsetzung der angekündigten E-Auto-Prämie sowie die frühzeitige Einbeziehung junger gebrauchter Elektrofahrzeuge in die Förderung» gefordert. Zudem hiess es: «Als zentrale Gründe für die Kaufzurückhaltung nennen Händler insbesondere fehlende Klarheit über Fördervoraussetzungen – vor allem bei der Berechnung des Haushaltseinkommens – sowie unklare Zeitpläne für Einführung und Auszahlung der Prämie.» Kunden und Händler könnten «häufig nicht zuverlässig einschätzen, ob eine Förderberechtigung besteht. Zusätzlich erschwert die notwendige Zwischenfinanzierung Kaufentscheidungen.»
Der Autohändlerverband wurde im vergangenen Jahr von grossen Mehrmarken-Händlern gegründet. Weller verkauft nach eigenen Angaben an 44 Standorten unter anderem Fahrzeuge der Marken BMW und Toyota.