Moskau ist erneut von einem tödlichen Sprengstoffanschlag erschüttert worden: In der Nacht auf Mittwoch kamen im Süden der russischen Hauptstadt zwei Verkehrspolizisten ums Leben, als sie sich einer verdächtigen Person in der Nähe ihres Streifenwagens näherten. Wie der Ermittlungsausschuss mitteilte, detonierte dabei ein Sprengkörper. Eine dritte, bislang nicht identifizierte Person starb ebenfalls – laut inoffiziellen Quellen handelt es sich um den mutmasslichen Attentäter.
Nur zwei Tage zuvor war in unmittelbarer Nähe Generalleutnant Fanil Sarwarow durch eine Autobombe getötet worden. Der hochrangige Militär war Chef der operativen Ausbildungsabteilung des russischen Generalstabs. Auch dieser Anschlag trug die Handschrift gezielter Sabotageaktionen gegen Vertreter der russischen Sicherheitskräfte.
Die Behörden haben Ermittlungen wegen Mordes an Polizeibeamten und illegalen Umgangs mit Sprengstoff eingeleitet. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt, zahlreiche Polizisten und Forensiker sind im Einsatz. Russische Fernsehsender zeigten in der Nacht erste Bilder von der Explosion, die sich gegen 1.30 Uhr Ortszeit ereignet haben soll.