Ich kenne Jan Böhmermann nicht. Vielleicht komme ich ihm mit diesem Text näher, zugleich ist es ein sonderbares Unterfangen, denn ich hege keinerlei Sympathie für ihn, und also wäre es konsequenter, in maximaler Distanz zu bleiben. Ich wünschte, er wäre mir egal, denn Gleichgültigkeit strengt nicht an, aber fatalerweise ist es so, dass ich mich regelmässig zu Zorn und Gezeter hinreissen lasse, weil Jan Böhmermann mal wieder irgendwem unterstellt, ein «Nazi» zu sein, Ätz-Attacken verbreitet oder die zigste Diffamierungskampagne lostritt; keine TV-Prominenz sonst tobt sich auf einem derart menschenverachtenden Niveau aus.
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