Die wirtschaftliche Aktivität in Argentinien ist im Jahresvergleich bis April um 8 Prozent gestiegen. Das teilte die Wirtschaftsberatung Econométrica unter Berufung auf Daten des staatlichen Statistikamts Indec mit, wie La Derecha Diario und Apollo News berichten. Es handle sich um ein klares Zeichen wirtschaftlicher Erholung – trotz der anhaltend schwierigen Ausgangslage im Vorjahr.
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Noch Ende 2023 befand sich das südamerikanische Land in einer tiefen Krise: Die monatliche Inflation lag im Dezember bei 25,5 Prozent, das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte. Mit dem Amtsantritt von Präsident Javier Milei setzte jedoch ein radikaler Kurswechsel ein: Der libertäre Ökonom reduzierte die Zahl der Ministerien, entliess Tausende Staatsbedienstete und strich weitreichende Regulierungen.
Die Effekte zeigen sich nun deutlich. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank rechnen mit einem Wachstum von 5,5 Prozent – nun könnte Argentinien diese Prognose sogar übertreffen. Auch die Inflation wurde deutlich gedämpft, im April lag sie bei 2,8 Prozent im Monatsvergleich. Gleichzeitig verzeichnete das Land erstmals seit Jahren einen Haushaltsüberschuss.
Laut Unicef konnte durch Mileis Reformen zudem die Kinderarmut spürbar gesenkt werden: 1,7 Millionen Minderjährige seien binnen eines Jahres aus der Armut geholt worden. Die Weltwoche berichtete.