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Erbschaftssteuer: Vier von zehn SP-Wählern lehnten Juso-Initiative ab

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Erbschaftssteuer: Vier von zehn SP-Wählern lehnten Juso-Initiative ab
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Die Juso-Initiative für eine Erbschaftssteuer auf hohe Vermögen fand nicht einmal in den eigenen Reihen uneingeschränkten Rückhalt: Laut einer Nachwahlbefragung von 20 Minuten und Tamedia in Zusammenarbeit mit dem Institut Leewas stimmten 43 Prozent der SP-Wähler und 38 Prozent der Grünen gegen das linke Anliegen. Insgesamt lehnten 78 Prozent der Stimmberechtigten die Vorlage ab, lediglich 22 Prozent sprachen sich dafür aus.

© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
Aktivistinnen und Medienleute treffen ein am Abstimmungsfest der JUSO zur Initiative "Fuer eine soziale Klimapolitik - steuerlich gerecht finanziert (Initiative für eine Zukunft)", welche eine nationale Erbschaftssteuer fuer Erbschaften ab 50 Millionen Franken fordert und ueber die Volk und Staende an diesem Abstimmungssonntag befanden, am Sonntag, 30
© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE

Besonders deutlich fiel das Verdikt zur ebenfalls abgestimmten «Service Citoyen»-Initiative aus: Mit 84 Prozent Nein-Stimmen gilt sie als eine der erfolglosesten Volksinitiativen der letzten Jahre. Die Idee eines allgemeinen Bürgerdienstes überzeugte weder linke noch rechte Wählerschaften – selbst Armeekritiker lehnten ab. In Städten, Agglomerationen und auf dem Land fand die Vorlage kaum Zuspruch, ebenso wenig bei den Jungen.

Ein genauerer Blick auf die Juso-Initiative zeigt: Auch typische linke Milieus reagierten skeptisch. Menschen mit Berufslehre sagten nur zu 16 Prozent Ja, während die Zustimmung bei Akademikern mit 32 Prozent am höchsten lag. In den Städten betrug der Nein-Anteil trotz traditionell linker Wählerschaft 69 Prozent. Auch ein geschlechtsspezifischer Unterschied zeigte sich: 26 Prozent der Frauen, aber nur 17 Prozent der Männer unterstützten das Vorhaben.

Auffallend ist zudem die Diskrepanz zwischen Parolen und tatsächlichem Stimmverhalten bei der GLP. Als einzige grössere Partei empfahl sie ein Ja, doch drei Viertel ihrer Wählerinnen und Wähler lehnten die Initiative ab. Damit verzeichnete die Partei die grösste Abweichung zwischen offizieller Linie und Basisverhalten.

Während bei der «Service Citoyen»-Initiative eine anfängliche Zustimmung – insbesondere von Männern – im Abstimmungskampf rasch abnahm, zeigte sich bei beiden Vorlagen eine zunehmende Entfremdung zwischen politischen Eliten und Stimmvolk. Ein klassischer Links-rechts-Graben war dabei nicht zu erkennen – abgelehnt wurde, was ideologisch zu verkopft oder gesellschaftlich zu wenig geerdet wirkte.

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