Charlie Kirk ist tot. Der Gründer und Chef der Bewegung «Turning Point USA» USA erlag am Mittwoch Schussverletzungen, die er während eines öffentlichen Auftritts an der Utah Valley University in Orem erlitt.
Laut Augenzeugen kam der Schuss aus einem Gebäude rund 200 Meter entfernt. Der Täter ist bislang flüchtig. Die Behörden sprechen von einer gezielten Tat, republikanische Politiker von einem «politischen Mord».
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Kirk, 1993 in Illinois geboren, gründete 2012 im Alter von nur 18 Jahren die Organisation, die es sich zur Aufgabe machte, konservative und christliche Werte auf US-Campus zu verbreiten – als Gegenbewegung zum linken Mainstream.
Mitreissende Reden, Social-Media-Präsenz und ein Gespür für Provokation machten ihn rasch zu einer Gallionsfigur der jungen Konservativen. Videos, die ihn im Dialog mit Studenten zeigen, erreichten Millionen von Abrufen. Obschon in seiner Haltung kompromisslos, fiel Kirk damit auf, dass er sich bewusst mit der Gegenseite auf einen Dialog einliess, den er von seiner Seite her respektvoll führte.
Seine Positionen standen dem Zeitgeist entgegen. Charlie Kirk verteidigte Donald Trump, sprach sich gegen Abtreibung aus, plädierte für das Waffenrecht und griff die «woke Kultur» frontal an. Seine Gegner warfen ihm Halbwahrheiten und bewusste Spaltung vor. Für seine Anhänger hingegen war er das Sprachrohr einer Generation, die sich von den Eliten verraten fühlte.