Chuck Norris war einer der markantesten Kultfiguren Hollywoods. Seine Auftritte in unzähligen Actionfilmen (u.a. «Missing in Action») und die Titelrolle im Serienhit «Walker Texas Ranger» waren das eine.
Das Universum des Übermenschlichen, das um den Mann aus Oklahoma herum entstand, das andere. Chuck-Norris-Sprüche und -Filmchen machten den Kampfsportler auch in den sozialen Medien zum Star. Einer der meistzitierten humoristischen Einwürfe lautete: «Wenn Chuck Norris Liegestützen macht, stemmt er sich nicht nach oben, sondern er drückt die Erde nach unten.»
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Norris, der seine Hollywood-Karriere Ende der Sechziger Jahren als Kampfsport-Trainer für Prominente wie Steve McQueen begann, hatte den Schwarzen Gürtel in Karate, Taekwondo, Tang Soo Do, brasilianischem Jiu-Jitsu und Judo. Berühmtheit im Kino erlangte er mit seinem Kampf gegen Bruce Lee in «Way oft he Dragon» (1972). Bis heute wird über das Kräftemessen und die tatsächlichen Fähigkeiten der beiden Martial-Arts-Helden debattiert.
Die Weltwoche unterhielt sich vor drei Jahren mit dem legendären Kampfsportlehrer Dan Inosanto, 90, der sowohl mit Bruce Lee als auch mit Chuck Norris trainierte. Inosanto verneigte sich vor dem bärtigen Amerikaner und sagte: «Chuck Norris ist ein sehr guter Kämpfer.»
Vor ein paar Tagen wurde Chuck Norris auf Hawaii notfallmässig ins Spital eingeliefert, er starb am 19. März 86-jährig.