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Epstein und die Schweiz: Die Kontakte reichten bis in den Zürcher Finanzplatz

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Epstein und die Schweiz: Die Kontakte reichten bis in den Zürcher Finanzplatz
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Der Fall Jeffrey Epstein zieht erneut Kreise – diesmal bis tief in den Schweizer Finanzplatz. Neue, vom US-Justizministerium veröffentlichte Dokumente belegen, wie eng der verstorbene Sexualstraftäter mit dem Zürcher Umfeld einer Privatbank vernetzt war.

Eine junge Russin, die 2015 für wenige Monate für eine Privatbank arbeitete, stand mit Epstein in regem E-Mail-Kontakt, berichtet die NZZ. Dabei empfahl sie ihm offenbar wiederholt junge Frauen – in einem Fall ein «Dessousmodel mit dem Traum, New York zu besuchen». Epstein war für sie «amerikanischer Mentor».

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Die Nachrichten zeigen, wie nahtlos Finanzkarriere und Frauenzuführung ineinander übergingen. Die Betreffenden wurden mit Versprechungen über Geld, Modelkarrieren oder Studienplätze angelockt. Eine Opferanwältin erklärte bereits im Vorfeld, Epstein habe gezielt in Europa «Rekrutiererinnen» eingesetzt.

Besonders eng war der Austausch mit Ariane de Rothschild, CEO der Genfer Bank Edmond de Rothschild. Die beiden verabredeten sich für Treffen in Genf, Paris oder New York, heisst es in der NZZ. In einer E-Mail erkundigt sich Epstein nach de Rothschilds Bruder, sie wiederum teilt Ferienerlebnisse oder ein Foto vom Sonnenaufgang. Auch über mögliche milliardenschwere Deals sprachen sie: Die UBS habe Interesse am Kauf ihrer Schweizer Einheit, schrieb de Rothschild – Epstein empfahl ein Gespräch mit UBS-Chef Sergio Ermotti.

Eine Sprecherin der Bank betonte, de Rothschild habe Epstein nur geschäftlich gekannt. Die E-Mails zeichnen jedoch auch ein persönliches Verhältnis nach – samt Geschenkideen für die Tochter.

Ein weiterer prominenter Name: Jes Staley, früher UBS-Verwaltungsrat und Epstein-Vertrauter. In einer E-Mail aus dem Mai 2015 fragt er: «Are u on the Island?» – gemeint ist offenbar Epsteins Karibikinsel, wo er Minderjährige missbrauchte.

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