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Epstein-Files: Mutmassliches Opfer fordert Haftbefehl gegen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wegen «Menschenhandel mit jungen Frauen»

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Epstein-Files: Mutmassliches Opfer fordert Haftbefehl gegen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wegen «Menschenhandel mit jungen Frauen»
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird mit den kriminellen Handlungen des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein in Verbindung gebracht. «Vielleicht können wir einen Haftbefehl gegen Selenskyj beantragen wegen Menschenhandel mit jungen Frauen und Kindern», heisst es in einer E-Mail vom 25. Februar 2025, die in den Epstein-Files aufzufinden ist. Absender wie auch Adressat der Nachricht sind unbekannt. Es dürfte sich um eine Frau handeln. In einer weiteren E-Mail behauptet diese, von Jeffrey Epstein und dem Ex-Barclay-CEO Jes Staley vergewaltigt worden zu sein. Staley ist seit der Offenlegung der Dokumente stark unter Druck geraten.

© KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, am World Economic Forum in Davos im Januar 2026.
© KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER

Das mutmassliche Opfer will wissen, dass Epsteins Netzwerk mit jungen Ukrainerinnen «Menschenhandel» betrieben habe. Als Drahtzieher nennt sie den französischen Modelagenten Jean-Luc Brunel, der die Modelagentur 1Motheragency in Kiew gegründet haben soll, die jungen Ukrainerinnen eine grosse Karriere auf dem Laufsteg versprach. Die Agentur wird in den E-Mails der Verfasserin ebenfalls erwähnt. Brunel selbst, der als langjähriger Vertrauter Epsteins galt, taucht zigfach in den Dokumenten auf. Er wurde wegen Vergewaltigung Minderjähriger und sexueller Belästigung angeklagt und 2022 tot in seiner Pariser Gefängniszelle aufgefunden.

Die Verfasserin der E-Mails hegt den Verdacht, dass der ukrainische Präsident sich strafbar gemacht haben könnte. «Selenskyj, ich will, dass ihre Gelder untersucht werden», schreibt das mutmassliche Opfer in einer Nachricht, in der sie den ukrainischen Präsidenten adressiert. Auch fordert sie Finanzmarktaufsichtsbehörden wie die britische Financial Conduct Authority und die United States Securities and Exchange Commission auf, die Gelder des ukrainischen Präsidenten unter die Lupe zu nehmen.

Beweise oder Indizien, die Selenskyj tatsächlich belasten, sind aus den Nachrichten jedoch nicht herauszulesen. An einer Stelle beklagt sich das mögliche Opfer darüber, dass die Justizbehörden Personen aus Epsteins Netzwerk schützten. «Ich bin nicht das einzige Opfer, bei dem Beweise vernichtet wurden.»

Namentlich nannte sie in einer E-Mail-Nachricht vom Februar 2025 auch Peter Mandelson, den ehemaligen britischen Botschafter in Washington, der jetzt im Zuge der jüngsten Enthüllungen seinen Rücktritt aus dem Oberhaus des Parlaments sowie aus der Labour-Partei bekanntgeben musste. Mandelson habe sich regelmässig mit Epstein getroffen, während dieser sie vergewaltigt habe, behauptet das mutmassliche Opfer.

Epstein pflegte Kontakte zu Kiewer Modelagenturen und war gemäss Medienberichten angetan von jungen Ukrainerinnen. Besonders interessant ist eine E-Mail-Nachricht, die Brock Pierce, Mitbegründer der Kryptowährungsplattform Tether, an den ehemaligen Investmentbanker sendete. «Ein Boot in Antigua voll mit Ukraines Besten» warte auf ihn (Epstein), liess Pierce ihn wissen. Auch von Flugbuchungen für ukrainische Frauen ist die Rede in den Files.

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