Das US-Justizministerium hat Ermittlungen zu Jeffrey Epsteins mutmasslichen Verbindungen zu führenden Demokraten und Grossbanken aufgenommen. Auslöser war eine öffentliche Forderung von US-Präsident Donald Trump, insbesondere die Beziehungen Epsteins zu Ex-Präsident Bill Clinton sowie zu JP Morgan, Larry Summers und Reid Hoffman zu untersuchen.
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Justizministerin Pam Bondi bestätigte laut BBC die Aufnahme der Ermittlungen und erklärte, man werde «dies mit Dringlichkeit und Integrität verfolgen». Sie ernannte US-Staatsanwalt Jay Clayton zum Leiter der Untersuchung. Ob Trump formell einen Antrag gestellt oder nur über soziale Medien Druck ausgeübt hat, bleibt offen.
Der Schritt folgt auf die Veröffentlichung von über 20'000 Seiten aus Epsteins Nachlass und rund 2'300 E-Mail-Korrespondenzen durch den US-Kongress. Laut Wall Street Journal wird Trump in mehr als 1'600 dieser E-Mails erwähnt. Die Demokraten werfen dem Präsidenten vor, mit seiner Forderung von seiner eigenen Epstein-Verbindung abzulenken.
Trump weist die Vorwürfe zurück. «Epstein war ein Demokrat – das ist deren Problem, nicht unseres!», schrieb er auf Truth Social. Clinton wiederum bestreitet jede Kenntnis von Epsteins kriminellen Aktivitäten. Auch JP Morgan betonte, man habe Epstein nicht bei seinen Taten unterstützt, bedaure jedoch jede frühere Verbindung.
Derzeit bereitet das Repräsentantenhaus eine Abstimmung über die vollständige Freigabe aller Ermittlungsakten zu Epstein vor. Eine parteiübergreifende Petition hat die notwendige Stimmenzahl erreicht – auch vier Republikaner unterstützen die Offenlegung.