«O du fröhliche!» Weihnachtszeit ist Liederzeit. «Welt ging verloren, Christ ist geboren.» Die Frage ist: Singst du das auch wirklich? Feierst du Weihnachten fröhlich und selig oder nur feuchtfröhlich und weinselig?
Ich empfehle: Sing Weihnachtslieder. Nicht die neuen weichgespülten feel-good-Liedchen für Menschen mit adoleszentem Fassungsvermögen. Sing die Evergreens aus dem 19. Jahrhundert und älter, die mit dem Heiland und der Jungfrau Maria drin. Warum?
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Erstens sind Weihnachtslieder fröhlich anti-woke. Der liebe Gott bleibt kaltblütig der. Sein Sohn, holder Knabe im lockigen Haar, muss die Krippe nicht mit einem Quotenschwesterchen teilen. Die heilige Familie ist hoffnungslos oldschool – Mami, Papi, Sohnemann. Draussen auf dem Feld hat’s keine Hirtenden, nur Hirten. Am Himmel keine Engelinnen, nur Engel. Liebst du die Eleganz deutscher Sprache? Dann sing Weihnachtslieder. Schon schallt aus deinem Munde, was jedes Gleichstellungsbüro zuverlässig zum diversity-Heulen bringt.
Zweitens: Weihnachtslieder machen verführungsresistent. Sie jauchzen «Nein danke» an alle selbsternannten Heilande in Politik und Gesellschaft von Klimagrün bis Islamismus. Denn Weihnachtslieder kennen nur einen Retter: Christus. Seit 2000 Jahren. Nicht alle paar Jahre einen neuen Rattenfänger. Wer sich an Heiligabend vor dem Christkind verneigt, der verbeugt sich das ganze Jahr lang vor sonst niemandem.
Und drittens: Weihnachtslieder sind ein Erlebnis. «Ich steh an deiner Krippen hier», «Maria durch ein Dornwald ging», «Es kommt ein Schiff, geladen»: unglaublich kunstvolle, gefühlvolle Melodien. Singe sie und erfahre die Kraft, die in ihnen steckt. Lass dich von ihnen berühren. Es wäre schade, wenn sie verlorengingen, schade für unsere Gesellschaft und schade für das Christentum. Vor allem aber schade für dich.