Die FDP hat sich am Wochenende positioniert. Sie will den Anschluss an die EU, und die Kantone sollen beim Entscheid kein Mitspracherecht haben.
Heute war die SVP an der Reihe. Die Partei präsentierte eine Antwort zum 2228 Seiten starken Vertragspaket. Fraktionschef Thomas Aeschi sagte: «Dieser EU-Unterwerfungsvertrag stellt unser bewährtes Staatssystem auf den Kopf und zerstört unser Schweizer Erfolgsmodell.»
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FDP und SVP leben in unterschiedlichen Welten.
Die SVP wollte bei ihrer Präsentation auch zwei Hellebarden aufstellen. Das mittelalterliche Kriegsgerät symbolisiert für sie den Kampf für die Schweizer Souveränität.
Im Medienzentrum kam es jedoch zu einem kleinen Eklat. Die grösste Partei wurde aufgefordert, die Hellebarden wieder aus dem Gebäude zu entfernen.
Was störte die Verantwortlichen an der Stangenwaffe, die kaum schweizerischer sein könnte? Die Bundeskanzlei lässt ausrichten: «Für die Benutzerinnen und Benutzer des Medienzentrums Bundeshaus gilt, dass das Podium nicht verändert und der Podiumshintergrund nicht umgestaltet werden darf. Gestattet sind einzig Projektionen auf die Grossleinwände sowie Plakatständer im Foyer des grossen Medienkonferenzsaals.»
Sicher ist: Der schicksalhafte Abstimmungskampf findet zum Glück nicht im Medienzentrum statt. Gut möglich, dass die SVP bald wieder mit Hellebarden bewaffnet in Erscheinung treten wird.