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Ein Schweizer Künstlerkollektiv warnt vor der Welle der Propaganda, die bei einem Ja zur Halbierungs-Initiative drohen würde. Dabei beweist die SRG, dass sich Propaganda-Kampagnen auch mit Zwangsgebühren finanzieren lassen

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Ein Schweizer Künstlerkollektiv warnt vor der Welle der Propaganda, die bei einem Ja zur Halbierungs-Initiative drohen würde. Dabei beweist die SRG, dass sich Propaganda-Kampagnen auch mit Zwangsgebühren finanzieren lassen
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«Luegs doch emal mit chli Verstand aa: Gratis git’s nur Propaganda / Was passiert, gaht’s ganze Land aa. Will gratis git’s nume Propaganda.»

So lautet der Refrain des Songs eines Schweizer Künstlerkollektivs gegen die Halbierungs-Intiative.

Der dazugehörige Videoclip verschwand kurz nach Aufschaltung auf Youtube. «Zu schnell zu viele Klicks» hatten dort den Verdacht erweckt, es seien Bots, also automatisierte nichtmenschliche Zugriffe im Spiel. Inzwischen läuft der Song wieder, nun auf dem Kanal des Nein-Komitees.

Screenshot YouTube
«Gratis git’s nur Propaganda»: Entscheidend für das Abstimmungsresultat dürfte der Titel vermutlich nicht werden.
Screenshot YouTube

Entscheidend für das Abstimmungsresultat dürfte der Titel vermutlich nicht werden. Er spricht den treuen Anhängern der SRG sicher aus dem Herzen. Allen anderen fährt er eher schräg ein.

Zum einen sind ausschliesslich die üblichen Verdächtigen zu sehen, von denen die meisten am Tropf der SRG hängen oder es sich mit dieser für die Zukunft nicht verscherzen wollen: Bänz Friedli, Sina, Heidi Happy, Manuel Stahlberger, Boni Koller von Baby Jail, San Silvan von Panda Lux und viele weitere.

Zum anderen operieren sie alle fröhlich mit einem längst bekannten Widerspruch: Wenn die SRG-Kanäle das Bollwerk gegen «Propaganda» sind, wie soll man dann die SRG-eigenen Propaganda-Kampagnen nennen?

Von denen gibt es einige. Die Impf-Propaganda auf SRF und Co. ab 2020. Die Klimaschutz-Propaganda, die noch weiter zurückgeht. Die jüngst ausgestrahlte Propaganda gegen böse Vermieter in der Stadt Zürich. Die Dauerpropaganda gegen «Reiche», gegen rechts, gegen Donald Trump und Elon Musk.

Zudem: Niemand verlangt von der SRG, dass sie «gratis» arbeitet. Ausser man empfindet die 800 Millionen Franken pro Jahr, die bei einem Ja zur Initiative bleiben würden, als nichts.

Ganz nebenbei sagt das Künstlerkollektiv in seinem Song, dass jedes Medium, das für die Nutzer gratis ist, reine Propaganda verbreitet. Also die meisten Onlineportale, unabhängigen Radiosender und Wochenzeitungen.

Erstaunlich genug, dass viele private Medien die SRG im Abstimmungskampf unterstützen. Trotz solcher pauschaler Diffamierungen.

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