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Ein nüchterner Blick auf die Kommunalwahl in NRW zeigt: Keine Partei hat etwas zu jubeln – auch nicht die AfD

Jetzt wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen. Nach der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen hat niemand etwas zu jubeln. Am wenigsten die AfD.

Aber der Reihe nach.

Die Abstimmung galt als Stimmungstest für die Bundesregierung. Also muss man die Ergebnisse mit jenen der Bundestagswahl vergleichen.

Da steht die CDU hervorragend da: über ihrem Ergebnis vom Februar, noch deutlicher über den aktuellen Umfragen. Dennoch gibt es einen dicken Schluck Wermut: Es ist das schlechteste Ergebnis, das die CDU an Rhein und Ruhr je eingefahren hat.

CHRISTOPH REICHWEIN / KEYSTONE
Ein nüchterner Blick auf die Kommunalwahl in NRW zeigt: Keine Partei hat etwas zu jubeln – auch nicht die AfD
CHRISTOPH REICHWEIN / KEYSTONE

Auch die SPD liegt deutlich über den aktuellen Umfragen – hurra! Aber das kann nur bejubeln, wer die Richtung übersieht, in die sich die Partei bewegt: Konstant nach unten.

Nun zur AfD und ihrem «Durchmarsch». Der ist ausgeblieben, die Partei hat keinen einzigen Bürgermeisterposten erobert, und ihr Stimmenanteil liegt mehr als zehn Punkte unter den bundesweiten Umfragen. Schlimmer: Sie hat noch nicht einmal ihr Ergebnis der Bundestagswahl erreicht – und das war im Vergleich zum Bundes-Durchschnitt schon schlecht.

Die Grünen gehen den Weg der FDP – einer Partei, die niemand mehr braucht, ausser einer nibelungentreuen Kernwählerschaft. Das neue heisse Ding bei vielen jungen Wählern ist die Linke, aber auch deren Bäume wuchsen in NRW nicht in den Himmel.

Fazit: Es bleibt alles, wie es ist. In Frankreich, England, Spanien gehen die Menschen auf die Strasse gegen ihre inkompetenten Führer. Was muss passieren, bevor den Menschen in Deutschland die Augen aufgehen?

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