Ein Lehrstück für eine gelungene Verleumdungskampagne: Die Mär von der Russland-Spionage der AfD
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Ein Lehrstück für eine gelungene Verleumdungskampagne: Die Mär von der Russland-Spionage der AfD

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Ein Lehrstück für eine gelungene Verleumdungskampagne: Die Mär von der Russland-Spionage der AfD
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Rossinis «Verleumdungsarie» ist ein Meisterstück. Sie schildert, was gerade mit der AfD geschieht: Aus einem Lüftchen wird ein Sturm, der sie am Ende hinwegfegen soll.

Das Lüftchen in die Welt gesetzt hatte Georg Maier, Innenminister von Thüringen. Er habe den «Eindruck», dass die AfD Anfragen in den Parlamenten im Auftrag Moskaus stelle.

CLEMENS BILAN / KEYSTONE
epa12453166 Alternative for Germany (AfD) party and faction co-chairwoman Alice Weidel (L) and AfD party and faction co-chairman Tino Chrupalla (C) on their way to deliver a statement prior to an AfD parliamentary group meeting at the German parliament, the Bundestag, in Berlin, Germany, 14 October 2025
CLEMENS BILAN / KEYSTONE

Nun ist ein «Eindruck» kein Beweis, und den hatte Maier auch nicht. Was CDU-Mann Jens Spahn nicht hinderte, in dieselbe Kerbe zu schlagen. Die AfD solle beweisen, dass sie nicht für Russland spioniere.

Einen Schritt weiter ging die Grüne Irene Mihalic. Sie will der grössten Oppositionspartei ihr parlamentarisches Recht auf Anfragen beschneiden.

Nun facht auch Innenminister Alexander Dobrindt den Wind an: Er bezweifle, dass AfD-Abgeordnete nur zum Kaffeetrinken die russische Botschaft aufsuchten.

Wohlgemerkt, es gibt nicht den Hauch eines Beweises für Maiers Behauptung. Braucht es auch nicht. Es reicht, eine Lüge in die Köpfe zu pflanzen. Alles Weitere entwickelt sich von selbst.

Kann aber auch schiefgehen – wenn sich ein anderer Gedanke festsetzt. Dass die Lügen der Politik immer dreister werden.

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