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«Ein historischer Fehler»: Chef der Internationalen Energieagentur rechnet mit der deutschen Energiepolitik ab

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«Ein historischer Fehler»: Chef der Internationalen Energieagentur rechnet mit der deutschen Energiepolitik ab
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Fatih Birol, der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), findet deutliche Worte für den deutschen Sonderweg in der Energiepolitik. Im Gespräch mit der Welt bezeichnete der Ökonom den Atomausstieg als einen «historischen Fehler».

Er begrüsse ausdrücklich, dass Bundeskanzler Friedrich Merz diesen nun einsehe. Laut Birol hat Deutschland durch den gleichzeitigen Verzicht auf Kohle und Kernkraft seine Wettbewerbsfähigkeit und Energiesicherheit massiv untergraben.

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Fatih Birol, Executive Director of the International Energy Agency (IEA) gestures as he speaks at a press conference on day two of the International Summit on the Future of Energy Security at Lancaster House in London, Friday, April 25, 2025
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved

Während Deutschland seine Reaktoren abgeschaltet habe, erlebe die Kernenergie weltweit ein «starkes Comeback». Als Haupttreiber nennt Birol das Streben nach nationaler Souveränität sowie den rasant steigenden Strombedarf durch künstliche Intelligenz und Elektromobilität.

Das Jahr 2025 markierte dabei ein globales Rekordjahr der nuklearen Stromerzeugung. «Fast die ganze Welt setzt wieder auf Kernenergie. Das sollte den Deutschen zu denken geben», mahnt der IEA-Vorsitzende.

Für eine künftige Kurskorrektur rät Birol Deutschland, den Blick auf kleine modulare Reaktoren (SMR) zu richten. Diese «Miniatomkraftwerke» seien ab Anfang der 2030er Jahre marktreif, deutlich günstiger in der Serie und schneller zu bauen als traditionelle Grossanlagen.

Birol bezweifelt, dass erneuerbare Energien allein ausreichen, um den Industriestandort zu retten. Deutschland brauche zusätzliche verlässliche Energiequellen, da Wind und Sonne an ihre Grenzen stiessen.

Er setzt dabei auf eine Rückkehr der «deutschen Vernunft». Wie das Beispiel Japan zeige, könne sich die öffentliche Akzeptanz für Kernkraft schnell ändern, sobald die Strompreise drastisch stiegen. Das Eingeständnis des Kanzlers sei ein erster Schritt dafür, Modernisierung und Wohlstand langfristig zu sichern.

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