Das Bundesamt für Statistik (BfS) im Departement von SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider zeigt auf, wie man mit Datenanalysen die uferlose Zuwanderung schönreden kann. So hat dieses Amt festgestellt, dass 60 Prozent der Zuwanderer aus dem Jahre 2015 das Land wieder verlassen hätten.
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Die Meldung wurde von der Pendlerzeitung 20 Minuten abgefeiert, als handle es sich um eine bahnbrechende Erkenntnis. Versucht das BfS auf diesem Weg mit Steuergeldern finanzierte Statistiken in die Welt zu setzen, um der SVP-Initiative «Keine 10-Millionen Schweiz» den Wind aus den Segeln zu nehmen? Was genau soll uns die Information bringen? Dass mehr als die Hälfte der Zuwanderer des Jahres 2015 wieder Platz machen?
Fakt ist doch, seit 2000 kommen im Schnitt jedes Jahr 62.000 bis 70.000 neue Einwanderer dazu. Seit 2015 ist die Schweizer Bevölkerungszahl von 8,3 Millionen auf über 9 Millionen gewachsen. Das erfahren und erdulden die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes im Alltag in Form von verstopften Strassen, überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulklassen, in denen Schweizer in der Minderheit sind, oder Spitäler, die am Anschlag laufen. Selbst vor beliebten Kaffeehäusern in Zürich steht man heutzutage teilweise Schlange und wartet in der Kälte auf einen Sitzplatz.
Die Tatsache, dass 60 Prozent eines Zuwanderer-Jahrgangs wieder wegziehen, ist vor diesem Hintergrund ein schwacher Trost.