Der frühere US-Präsident Joe Biden ist an einer aggressiven Form von Prostatakrebs erkrankt, die bereits auf die Knochen übergegriffen hat. Dies teilte sein Büro am Sonntag mit, wie mehrere US-Medien berichteten. Die Diagnose erfolgte nach Beschwerden beim Wasserlassen, worauf ein Knoten an der Prostata entdeckt wurde. Der sogenannte Gleason-Score liegt bei 9, was auf eine besonders fortgeschrittene Krebsform hinweist. Laut Erklärung aus Bidens Büro handelt es sich um eine hormonempfindliche Variante, die sich zwar behandeln, aber nicht heilen lässt. Chirurgische oder strahlentherapeutische Eingriffe würden im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr in Frage kommen. Biden und seine Familie prüfen derzeit die möglichen Therapieformen mit seinen Ärzten, wie die New York Times berichtet.
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Zahlreiche politische Weggefährten wünschten Biden eine baldige Genesung. Kamala Harris bezeichnete ihn als «Kämpfer», Barack Obama lobte seine «Entschlossenheit und Würde». Auch Präsident Donald Trump reagierte mit einer versöhnlichen Botschaft: «Melania und ich sind betrübt über die jüngste medizinische Diagnose von Joe Biden», schrieb er auf Truth Social. «Wir senden Jill und der Familie unsere besten Wünsche und wünschen Joe eine rasche und erfolgreiche Genesung.»
Anders fiel die Reaktion von Donald Trump Jr. aus. Der älteste Sohn des Präsidenten stellte in einem Beitrag auf der Plattform X die Frage, warum die Erkrankung nicht früher erkannt worden sei, und sprach von einer möglichen «Verschleierung». Eine Sprecherin der Familie Biden äusserte sich dazu bislang nicht.
Biden hatte bereits in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen. 2023 wurde ihm ein Basalzellkarzinom entfernt, 2021 ein Polyp aus dem Darm. Der Gesundheitszustand des Präsidenten war während seiner Amtszeit wiederholt Gegenstand öffentlicher Diskussionen – insbesondere im Zusammenhang mit seinem Alter und seiner Wiederwahlkandidatur.