Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

The Economist: Die politischen Intrigen in der Ukraine verschärfen sich

Während an der Frontlinie russische Raketen Städte in Schutt und Asche legen, droht in Kiew ein politisches Beben: Korruptionsvorwürfe, Personalrochaden und ein lähmender Machtkampf im Inneren erschüttern die ukrainische Regierung. Laut einem Bericht des britischen Magazins The Economist gefährdet das politische Chaos inzwischen die Stabilität des Landes möglicherweise stärker als die militärische Bedrohung durch Russland.

UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SER / KEYSTONE
epa12185347 A handout photo made available by the Ukrainian Presidential Press Service shows Ukraine's President Volodymyr Zelensky visiting the site of a Russian attack on a residential building in the Solomianskyi district of Kyiv, Ukraine, 19 June 2025, amid the Russian invasion
UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SER / KEYSTONE

Drei Entwicklungen im Juni markieren eine neue Eskalationsstufe: Der als aufstrebender Premierkandidat gehandelte Vizepremier Olexyj Tschernyschow wurde wegen Korruption angeklagt. Zugleich kursiert das Gerücht, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj den bisherigen Regierungschef Denys Schmyhal durch die 39-jährige Julija Swyrydenko ersetzen will. Parallel versuchte man erneut, den Chef des Militärgeheimdienstes, General Kyrylo Budanow, zu entmachten – bisher vergeblich.

Im Zentrum der Machtspiele steht Andrij Jermak, der einflussreiche Stabschef Selenskyjs. Der frühere Filmproduzent gilt laut mehreren Quellen als faktischer Schattenpremier. Ihm wird vorgeworfen, politische Konkurrenten systematisch auszuschalten und den Präsidenten mit gefilterten Informationen zu versorgen. Ein hochrangiger Beamter schätzt, dass Jermak inzwischen «85 Prozent der Informationen kontrolliert, die Selenskyj erreichen».

Die innenpolitische Lähmung fällt mit einem massiven Einbruch der amerikanischen Waffenhilfe zusammen. Seit Donald Trumps Rückkehr ins Präsidentenamt wurden Militärlieferungen gestoppt, manche Transporte sogar in der Luft abgebrochen. Beobachter werten dies als Versuch Washingtons, Kiew zu Konzessionen an Moskau zu zwingen.

In dieser doppelten Belagerung – von aussen durch Russland, von innen durch Machtspiele – wächst die Verzweiflung. Ein hoher Regierungsvertreter wird zitiert: «Die Russen rösten uns langsam bei kleiner Flamme – und wir spielen Idiotenspiele mit ernsthaften Konsequenzen», schreibt der Economist.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.