Bei der ARD waren sie sicher, dass sie auch im Jahr 2025 die Auszeichnung für den linksten Fernsehsender des Landes gewinnen würden.
Sie waren sicher, die linksten TV-Journalisten des Landes zu sein. Denn soeben hatten sie die AfD-Chefin Alice Weidel so richtig perfid vorgeführt. Beim ARD-Sommerinterview mit Weidel, einem Open-Air-Gespräch, stellten Aktivisten riesige Lautsprecherboxen auf, aus denen Anti-AfD-Gesänge dröhnten. Vom Interview mit Weidel war streckenweise kein Wort zu verstehen.
Illustration: Fernando Vicente
Die ARD jedoch verlegte das Interview nicht ins Innere, was problemlos möglich war, weil das Gespräch bereits Stunden vor der Ausstrahlung aufgezeichnet wurde. Nein, man ging mit dem unhörbaren Video voll auf Sendung. Vor Ort sah man, wie sich das Team der ARD über ihre gelungene Sabotage an der demokratischen Debatte freute.
Hurra, dachten sie nach dem Weidel-Coup bei der ARD, die Auszeichnung für den linksten Fernsehsender des Landes ist uns nicht mehr zu nehmen.
Sie waren zu siegessicher bei der ARD. Denn sie hatten nicht mit Dunja Hayali und Elmar Thevessen vom ZDF gerechnet.
Nachdem der konservative Polit--Influencer Charlie Kirk in den USA erschossen worden war, moderierte Hayali im ZDF das «Heute-Journal» und machte das Mordopfer in bestem -Antifa-Tonfall nieder. Vor laufender Kamera beschimpfte sie den Toten für «seine oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen». Abscheulich. Kurzum, Kirk war in Hayalis Sicht kein menschliches Wesen, sondern eine Bestie, und Bestien werden bekanntlich abgeknallt.
Das war schon mal eine gute Vorlage, doch dann drückte das ZDF nochmals kräftig auf die linke Tube. Sein USA-Büroleiter Elmar Thevessen vermeldete im eigenen Sender, Kirk habe gesagt, «dass Homosexuelle gesteinigt werden müssen». Das war natürlich eine reine Erfindung, aber was tut man als Linker nicht alles, um den politischen Gegner fertigzumachen.
Einmal in Fahrt, gab Thevessen dann nochmals richtig Gas. Die USA, verkündete er im ZDF, seien «auf dem Weg in einen Faschismus». Und auf dem Weg zu diesem Hitler-Staat, so sagte Thevessen wörtlich, «sind fast alle Kriterien schon weitgehend erfüllt».
Genau. Bis zum Faschismus fehlen in den USA nur noch wenige Details wie die Abschaffung von Wahlen, das Verbot von Parteien, das Ende der Pressefreiheit, die Errichtung von Konzentrationslagern, die Kristallnacht, Massenaufmärsche auf dem Reichsparteitagsgelände in Washington und um 5.45 Uhr der Angriff auf Kanada, um neuen Lebensraum zu gewinnen.
Sagen wir es mal so: Zu meinen jüngeren Zeiten, als ich auch mal an der Spitze eines TV-Senders stand, hätte man Hayali und Thevessen als Verräter des unabhängigen Journalismus sofort entlassen. Das ZDF hingegen verteidigte seine -Radikalinskis resolut.
Bleiben wir ironisch: Das ZDF ging damit im Duell gegen die ARD wieder in Führung. Die Auszeichnung zum linksten TV-Sender des Landes rückte für das ZDF in Griffweite, und die ARD schien abgehängt als die Nummer zwei.
Natürlich liessen sie bei der ARD diesen Rückschlag nicht lange auf sich sitzen und begannen sofort die linke Aufholjagd.
Nur wenige Tage nach Kirks Tod schmiss der zur ARD gehörende Norddeutsche Rundfunk die Journalistin Julia Ruhs raus. Ruhs war mit ihrer Sendung «Klar» eine der wenigen Journalistinnen in der ARD, die auch bürgerliche Positionen vertraten. So gab sie in der Sendung «Migration: was falsch läuft» auch einem Vater das Wort, dessen Tochter von einem palästinensischen Migranten mit dem Messer tödlich abgestochen worden war.
Ruhs war darum für die Roten und Rot-Grünen eine Reizfigur. ZDF-Linksausleger Jan Böhmermann etwa geriet wegen ihr völlig ausser sich und beschimpfte ihre Sendung als «rechtspopulistischen Quatsch».
Beim Norddeutschen Rundfunk der ARD sah man das ebenso. Nach ihrem Rauswurf kommentierte denn Journalistin Ruhs, den Zuschauern «wurden all die Vorurteile bestätigt, die sie in Bezug auf die Meinungsvielfalt schon hatten».
Man könnte das auch anders formulieren. Es gibt bei ZDF und ARD linke Journalisten, sehr linke Journalisten und linksradikale Journalisten. Wenn das keine Meinungsvielfalt ist.

