Zwei Monate vor Beginn der Heizperiode bleiben Deutschlands Gasspeicher deutlich hinter den gesetzlich vorgeschriebenen Füllständen zurück. Laut Bundesnetzagentur lag der Stand Mitte August bei 83 Prozent – sieben Prozentpunkte weniger als gesetzlich für den 1. September gefordert. Das berichtet Euronews.
Demnach droht bei einem frühen Kälteeinbruch ein Versorgungsengpass. Die Gründe für die schleppende Befüllung sind vielfältig: hohe Weltmarktpreise, geringere Importe über Belgien und die Niederlande sowie technische Einschränkungen bei LNG-Terminals.
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Besonders kritisch ist die Lage im Speicher Rehden in Niedersachsen – dem grössten Deutschlands. Statt der vorgeschriebenen 95 Prozent lag dessen Füllstand zuletzt bei nur rund 70 Prozent. Experten warnen: «Wenn ein harter Winter kommt und die Speicher nicht voll sind, wird es eng», sagte ein Brancheninsider Euronews.
Die Bundesregierung verweist auf alternative Gasquellen und betont, dass aktuell keine akute Gefahr bestehe.