Die Nato hat für den Abschuss jeder einzelnen der ausser Gefecht gesetzten Drohnen über Polen jeweils 400.000 Euro ausgegeben. So viel kosten nach einem Bericht der Bild-Zeitung die von der niederländischen Luftwaffe eingesetzen AIM-9-Sidewinder-Raketen. Bei den Drohnen habe es sich dagegen um Billigmodelle aus Holz und Schaumstoff gehandelt.
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
Hintergrund: Russland hat in der Nacht auf Mittwoch rund 25 Drohnen in den polnischen Luftraum geschickt. Die Weltwoche berichtete. Drei der Flugkörper wurden von niederländischen F-35-Kampfjets abgeschossen. Eine weitere Drohne stürzte möglicherweise von selbst ab – dies werde derzeit überprüft. Für die Nato war der Vorfall Anlass, die Alarmbereitschaft weiter zu erhöhen.
Das Bündnis prüft laut Bericht nun alternative Massnahmen. Neben einer Verstärkung der Luftabwehr an der Ostflanke durch zusätzliche Kampfflugzeuge und Patriot-Systeme wird auch über eine neue Abschreckungsmission nachgedacht – ähnlich der Operation «Baltic Sentry», bei der westliche Kriegsschiffe und Aufklärungsflugzeuge die Ostsee sichern.
Die Ukraine, so heisst es, zeige im Kampf gegen Drohnen mehr Effizienz. Dort werde unter anderem mit Geräuschsensoren und auf Pick-ups montierten Maschinengewehren gearbeitet. Diese Lowtech-Ansätze gelten als kosten- und wirkungseffizienter als der Abschuss durch Hightech-Kampfjets.