Was für ein Drama um Ski-Queen Lindsey Vonn! Statt mit einer Olympia-Medaille ihre einzigartige Karriere zu beenden, wird die 41-Jährige beim Abfahrtsrennen mit dem Heli ins Spital geflogen.
Die Story der besten Abfahrerin aller Zeiten wäre wohl auch für die Traumfabrik Hollywood zu kitschig gewesen. Die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 holt nach einem fünfeinhalbjährigen Karriere-Unterbruch mit einer Teilprothese im rechten Knie und einem Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie eine Medaille in der Olympia-Abfahrt von Cortina. Und das im biblischen Alter von 41.
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Noch am Vorabend warnt die charismatische Amerikanerin ihre Konkurrenz: «Ich habe schon gewonnen, als ihr noch nicht geboren wart.» Stimmt, allein 45 Weltcupsiege in der Abfahrt holte die vierfache Gesamtweltcupsiegerin Lindsey Vonn. 28 im Super-G sind’s obendrauf.
Doch der Traum von einer Medaille platzt am zweiten Tag der Olympischen Spiele noch vor der ersten Zwischenzeit. Vonn dreht bei einem Sprung kurz nach dem Start in der Luft ab. Es folgt ein fürchterlicher Sturz. Vonn bleibt mit den Skiern an den Füssen minutenlang liegen. Die TV-Zuschauer rund um den Erdball – und ihr Vater Alan Kildow im Zielraum – hören sie schreien. Das Rennen wird unterbrochen. Ein gelber Heli kommt angeflogen und überführt die Amerikanerin knapp eine halbe Stunde später in ein Spital.
Der Rest verkommt zur Nebensache: Vonns Landsfrau Breezy Johnson gewinnt die Olympia-Abfahrt vor Emma Aicher (D) und Sofia Goggia (I). Für die Schweizerinnen (ohne die verletzte Lara Gut-Behrami) setzt es eine böse Schlappe ab: Corinne Suter fährt als Beste auf Rang 14.