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Donald Trump hilft Javier Milei mit einem 20-Milliarden-Kredit aus der Patsche. Lateinamerika kehrt in den Fokus der US-Politik zurück

Lima

Javier Milei musste in den letzten Wochen einiges einstecken und steht mit dem Rücken zur Wand. Nach der herben Niederlage der Libertären bei den Regionalwahlen in Buenos Aires gegen die Peronisten ist das linke Establishment Argentiniens aus der Schockstarre erwacht. Im nationalen Parlament, wo Milei und seine Verbündeten in der Minderheit sind, werden systematisch alle Reformen blockiert. Nebulöse Korruptionsvorwürfe haben die Regierung in die Defensive versetzt.

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
President Donald Trump meets with Argentine President Javier Milei during the United Nations General Assembly, Tuesday, Sept
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Das Ziel der Peronisten ist klar: Im Hinblick auf die wichtigen Zwischenwahlen am 26. Oktober wollen sie ein wirtschaftliches Chaos provozieren. Und das ist ihnen ansatzweise gelungen: Der Peso und argentinische Wertpapiere verloren in den letzten Wochen massiv, das Rating für argentinische Schulden sauste in den Keller. Ein Teufelskreis zeichnete sich ab, der die mühsam erarbeiteten Erfolge von Mileis Reformen – eine spektakuläre Senkung der Armutsquote und der Inflation bei einer jährlichen Wachstumsrate von 6 Prozent – mit einem Schlag vernichten könnte.

Donald Trump hat der zynischen Strategie ein vorläufiges Ende bereitet. Bei einem Treffen mit Javier Milei am Rande der UN-Vollversammlung in New York sagte er Argentinien einen Kredit in der Grössenordnung von 20 Milliarden Dollar zu. Das Geld dient in erster Linie der Refinanzierung eines gigantischen Schuldenbergs, den die Peronisten hinterlassen haben. Die argentinischen Märkte reagierten positiv bis euphorisch auf die Nachricht, die Daten stimmen wieder optimistisch.

Trumps Rückendeckung für Javier Milei ist nicht nur ideologischer Natur. Unter seiner Regierung hat Lateinamerika wieder an Bedeutung für die USA gewonnen. Mehr «Hispanics» (immerhin 15 Prozent der US-Wähler) haben für Trump gestimmt als für jeden anderen republikanischen Kandidaten in den letzten dreissig Jahren. Mit der Ernennung von Staatssekretär und Sicherheitsberater Marco Rubio, der perfekt Spanisch spricht (mit dem unverkennbaren kubanischen Akzent), hat Trump ein wichtiges Zeichen gesetzt: Wir sind historische Verwandte mit gemeinsamen Werten und Interessen.

Trumps Kulturkampf gegen die Progressiven mottet und tobt zwischen Feuerland und Alaska auf dem ganzen amerikanischen Kontinent. In Bolivien, Argentinien, Chile, Peru und Kolumbien stehen in den kommenden Monaten Richtungswahlen an, bei denen sich die Rechte gute Chancen ausrechnet. Nach dem wirtschaftlichen und moralischen Bankrott des «Socialismo del Siglo XXI» hat die Linke wenig zu bieten. Für die lateinamerikanischen Konservativen dagegen sind und bleiben die USA der grosse und erfolgreiche Bruder, der als Vorbild für den Erfolg dient.

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