Michael Eisner leitete von 1984 bis 2005 den grössten Unterhaltungskonzern der Welt, Disney. Unter seiner Führung stieg der Aktienkurs von 1,23 Dollar auf 23,80 Dollar pro Stück. Eisner, 83, ist nach wie vor als Unternehmer aktiv, ihm gehört die Investmentfirma Tornante, er hat früh in Netflix investiert, 2017 kaufte er den britischen Fussballclub Portsmouth. Eisner besitzt eines der wertvollsten Häuser in Malibu.
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In einem Gespräch mit dem bekannten Interviewer Graham Bensinger («In Depth With Graham Bensinger») äusserte sich der Manager unter anderem zur Zukunft des Kinos.
Bensinger: «Glauben Sie es überlebt?»
Eisner: «Nein, wahrscheinlich nicht. Es wird noch zwanzig Jahre weiterleben. Doch dann wird es zu Hause praktischer sein.» Eisner meint damit, dass die Bequemlichkeit im Zusammenhang mit immer attraktiverer Heim-Unterhaltung, den Menschen vom Gang ins Kino abhalten wird.
Er glaubt grundsätzlich daran, dass Unternehmen nicht zu stark auf Altbewährtes setzen sollten: «Man muss in die Zukunft blicken. Man muss erkennen, was nicht mehr funktionieren wird. Vor allem in der Medienbranche muss man sich ständig neuerfinden (…) Jemand anderes erfindet etwas, das dein Geschäft bedroht, du versuchst dein Gut, mit dem du bisher ja eigentlich gutes Geld machst, zu schützen (…) Und was passiert? Du vernichtest dich, indem du versuchst, dich zu retten.»