Sie war zunächst Sport-Chefredaktorin beim Blick, später «Chief Content Officer» bei den Ringier-Medien. Für diesen Titel anstelle des traditionellen «Chefredaktor» hat sich Steffi Buchli einst selbst entschieden.
Im April hat Buchli dieses Amt aufgegeben und ist nun offen für eine neue Herausforderung. Im «Sommer-Talk» mit Tele Züri sprach sie über die Zukunft, schaute aber auch zurück. Beispielsweise auf die Frage, wie sie mit kritischen Stimmen umging.
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Angesprochen auf negative Bilanzen zu ihrer Zeit als Chefin sagt Steffi Buchli, diese sei «von den Absendern her klar zuordenbar» gewesen. Man könne die Kritiker auch beim Namen nennen: Es seien die Weltwoche und ein Branchenmagazin gewesen, die «richtig dreingepfeffert haben». Konkret gemeint ist Kurt W. Zimmermanns Bilanz über ihre Arbeit.
Zimmermanns Urteil: Steffi Buchli sei «publizistisch die grösste Nullnummer» aller Ringier-Chefredaktoren gewesen. Sie habe beispielsweise keinen einzigen politischen Kommentar verfasst.
Buchli akzeptiert diese Kritik nicht. Ihre Absender hätten ein «uraltes Verständnis darüber, wie Medien funktionieren». Als Chef einer Redaktion definiere man sich heute nicht mehr nur über Publizistik, sondern habe es mit Management und Strukturfragen zu tun.
Der bewusste Artikel habe sie in ihren Ferien erreicht. Sie habe sich zunächst genervt, dann wieder beruhigt. Denn die Kritiker bei der Weltwoche seien «aus der Zeit gefallen».
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