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«Gerührt Sie miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zu einer sehr interessanten Sondersendung von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, zuversichtlich, aufgezeichnet am Freitag, dem 9. Januar 2020. 26. Es ist früher Morgen, wir sitzen im Büro eines sehr, ja im Moment im Rampenlicht stehenden Mannes. Es ist Sébastien Fanti, er ist Anwalt von Opferfamilien, die betroffen sind durch die Brandkatastrophe von Gros Montana. Aber ich frage ihn gleich selber, Herr Fanti, stellen Sie sich vielleicht kurz unseren Lesern vor. Wer sind Sie? Was muss man über Sie wissen in aller Kürze? Ja. Ich war Datenschutzbeauftragter hier, so kenne ich sehr gut die Behörde. Ich bin 54 Jahre alt, habe vier Kinder. Ich kenne alle Leute hier, weil mein Vater arbeitete für Staatskanzlei während 35 Jahren. So weiß ich, wie es geht hier. Und das war ein Punkt, der wichtig für die Familien war. Wie sind Sie dazu gekommen, sich als Opferanwalt mit dieser Brandkatastrophe zu beschäftigen? Sie müssen wissen, dass ich auch Italienisch bin. Ich habe diese Nationalität bekommen. Ich war nicht geboren Italienisch. Einige Leute wissen, dass ich ein wenig Italienisch spreche, Englisch und ein wenig Deutsch. Viele Leute haben mich am Anfang nur angerufen, um Informationen zu bekommen, weil sie wurden am Zeitpunkt nur noch auf ihr Kind beachtet. Sie wollten nicht über die Probleme der Justiz hören. Für die meisten ist es nicht das Wichtigste. Ich habe dann geantwortet. Einige haben mich gefragt: "Können Sie uns verteidigen? Es geht nicht gut jetzt." Und wir müssen sicher sein, dass alle die verantwortlich sind, gehen in Gefängnis. Die Brandkatastrophe von Grand beschäftigt ja jetzt international die Medien und interessant heute Morgen, wir haben darüber gesprochen, Sie dürften eigentlich gar nicht mit Medien reden. Die Staatsanwaltschaft hat den Opferanwälten verboten, jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen. Können Sie das kurz erklären? Ja, über zwei Punkte. Man kann nicht mehr über die Leute, die schon gehört sind, darüber kann man nicht sprechen. Und man kann nicht über Personaldaten sprechen von allen, die in diesem Geschäft sind. Für mich ist das unglaublich, weil ich bin Anwalt seit 25 Jahren alt. Ich könnte verstehen, dass wir nicht über die Kinder sprechen können. Einige sind schon im Spital. Einige Eltern haben gesagt: "Wir sprechen nicht über die Gesundheit, wir sprechen nur noch über was passiert ist oder etwas anderes." Aber was ich nicht verstehen kann, ist, dass es international ist. Für uns ist es wichtig zu beweisen, dass wir die Arbeit perfekt machen. Ohne Transparenz. während einem Monat, was wird passieren? Es wird passieren, was gestern hier passiert ist. Leute waren hier, Medien, und sie haben uns gesagt, wir verlassen nicht, bis wann sie uns etwas sagen. Meine Sekretärin, sie war total schockiert, ich hätte mein Büro geschlossen und allen Medien gesagt, okay, es geht nicht so, Sie sind zu viele und Sie wollen alle Informationen, ich habe nur noch 24 Minuten. Stunden im Tag, so kann ich das nicht machen. Ich mache für alle an diesem Zeitpunkt an diesem Ort. Der Druck von Medien in Italien und in Frankreich wird höher sein seit jetzt, weil sie keine Informationen mehr bekommen. Wir werden sicherlich einen Rekurs dagegen machen. Und ich kann noch sagen, dass es ein Neuertum ist für mich, weil die Beginnung war falsch. zu nicht schnell genug. Und jetzt hat man das mehr. Und ich kann auch etwas anderes sagen. Sind die Anwälte, die nicht hier im Wallis arbeiten, denken sie, dass sie ihr Dossier nicht zu Medien geben wollen? Resultate kennt man schon. Es ändert nichts und alle Leute sind nur noch geärgert. Ist das ein Maulkorb? Für die Anwälte versucht die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, diesen Fall irgendwie gar nicht so richtig an die Öffentlichkeit zu bringen. Will man das vertuschen? Ich muss ein wenig lachen, weil wir haben die Stadtanwaltschaft in Medien auch in Frankreich gesehen. Das war unglaublich. Sie waren mit Marc-Olivier Fauchiel. Das hat man nie gesehen. Und die Franzosen, sie verstehen gar nicht, was passiert hier. Sie sagen mir, ich erkläre Ihnen. Französische Anwälte sagen mir, sie sind verrückt. Weil sie haben auf dem gleichen Tisch einen Staatsrat... ein Präsident von Gemeinde, eine Stadtanwaltschaft-Chef und ein Polizist. Aber zwei von diesen vier können am Ende dieses Prozessual-Akten vor einem Gericht stehen. Wie ist das möglich? In Frankreich gibt es nur noch Stadtanwaltschaft. Sie sprechen, sie erklären und dann ist es fertig. Ich verstehe sehr gut, wie es gemacht wird. ist hier, aber es ist falsch. Man kann nicht mit Medien sprechen, wenn sie wissen schon mal, dass einige Fragen geschehen werden und sie sagen, ah, Salou, wie geht es dir? Ja, ja, wir werden uns bald sehen. Die Leute sind total schockiert über wie hier die Sachen passieren. Über die Medien. Wenn sie fragen zu Anwälten, nicht mehr sprechen zu können. Dann müssen sie nicht mehr sprechen. Wissen Sie das? Und man hat, Frau Pius hat gesagt, ich mache die Medien, internationale Medien. So, es geht nicht. Es geht wirklich nicht. Man hatte eine neue Person für solche Fälle und für solche Fälle muss sie Untersuchungen machen. Sie kann nicht nur mit Medien sprechen, das... Alle wissen im Wallis, wir haben so viele Probleme schon mal gehabt und jetzt was passiert? Das. So kann ich das nicht verstehen. Es ist ein Irrtum, wirklich. Und die Leute, die nicht von hier ankommen sind, sie glauben das nicht. Es sind sehr spezielle Vorgänge. Sie sind ein Mann, vielleicht muss man das den lesenden Zuschauern sagen, Sie kennen jetzt also diese Vorfälle, die Hintergründe, Der Brandkatastrophe sehr genau. Die ganze Schweiz fragt sich, auch viele Leute in Granmontana fragen sich: Wie ist es möglich, dass in der Schweiz so etwas passieren kann? Ich frage Sie als jemand, der sehr nahe dran ist: Was ist Ihre Erklärung? Wie konnte es dazu kommen? Was ist das für eine Katastrophe? Ist das ein Verbrechen? Ist das Fahrlässigkeit? Was sind für Sie die wesentlichen Aspekte? sehr gerne Jacques Chirac. Er hat zwei Wörter, ich werde es auf Französisch sagen, aber Sie werden sicherlich verstehen. Les merdes volent en escadrille. Wenn etwas falsch ist, ist alles dann falsch. Was ich sagen will, ist, dass man hat Negligence, sicherlich. Ja, und wir haben viele. Viele Leute hätten das stoppen können und man will... jetzt wissen wäre. Aber ja, ich habe keine Meinung über wie das möglich war. Weil für mich, wenn Leute ein wenig professionell sind, könnte das nie geschehen. Ich habe ihnen ein Video gegeben, weil es ist ein Publikumvideo und sie können schon mal sehen, was passieren will. Wer dieses Video gesehen hat vor einem Jahr, zwei Jahren und so weiter, ich weiß nicht, wann es gemacht wird. Ich könnte schon sagen, ja es ist gefährlich dort so zu arbeiten. So für mich ist es, ich hoffe, dass die Gemeinde will uns sagen, wirklich was, wirklich mit Präzision, was geschehen ist und warum. Weil für mich wären fünf oder sechs Jahre, sie machen keine Kontrolle, aber wie ist das möglich? Sie haben gesehen, ich habe zwei hier, es ist ein kleines Büro, aber ich habe zwei Extinkteure. So ich bin bereit, wenn ein Feuer geschieht, und Sie haben nur noch einen für Konstellationen. Ich denke, so, für mich ist das wirklich problematisch. Nun nicht noch problematisch für was dort geschehen ist, aber über was noch geschehen kann. Sie klagen an. Wen klagen Sie eigentlich an? Klagen Sie vor allem die Betreiber an oder klagen Sie vor allem die politischen Verantwortlichen, die Kontrollbehörden, vielleicht auch den Gemeindepräsidenten an? Alle müssen sich jetzt erklären, was sie gemacht haben. Alle. Die Leute, die die Arbeiten haben, die Leute, die etwas verkaufen für diese Arbeiten, die Leute, die die Kontrolle machen müssen, die Politiker, alle, alle. Sie wissen, man spricht schon mal über 200 Millionen. Die Familien wollen fragen, ich denke, mehr als das. Es gibt eine Verantwortung im Gesetz in der Schweiz, aber die Leute, die verantwortlich werden, können auch in Italien, in Frankreich vor einem Gericht stehen und so weiter. Sie werden vielleicht alles verlieren. So, ich denke, das Beste wird, ja, ich sage, was ich gemacht habe, was ich falsch gemacht habe. Ich sage zur Familie, ja, entschuldigen Sie mich, ich habe alles falsch gemacht. Und die Familien können das verstehen. Wenn wir gehen vorwärts und die Leute sagen, sie lügen oder sie verhindern etwas, dann wird es schiefgehen. schwerer sein. Und wenn es schwer ist, hat, ja, wir sprechen über Kramontana, wenn Sie hören, Kramontana ist ein schöner Ort, you know, das ist, ich will dort in Ferien sein. Wenn Sie nicht die Sachen perfekt machen, will niemand hier für Ferien wieder ankommen. So, es ist ein Risiko, ein systemisches Risiko für Wallis, dass die Leute in der ganzen Welt sagen, ja, das ist, die sind komisch Man fragt sich ja bei dieser Brandkatastrophe, ist das ein tragischer, ein schrecklicher Einzelfall mit mutmasslich kriminellem Hintergrund? Oder aber ist diese Brandkatastrophe ein System, ein Symptom für ein systemisches Versagen? Ist das Ausdruck einer kaputten Organisation, einer kaputten Politik? So, zwei Sachen. Wenn Sie ein Spezialist für diese Sicherheit werden sollen, müssen Sie nur noch drei Tage lernen. Es geht nicht Was können Sie in drei Tagen lernen? Ihre Kollegen vom Kanalnerv haben das schon gesagt: Es geht wirklich nicht. Wenn die Leute uns sagen: "Wir sind die Besten, wir haben ein Gesetz, wo die Kontrollen jedes Jahr gemacht werden." Das ist richtig. Aber es ist falsch, weil ich bin offen in Monaco. In Monaco kann man nur noch LED benutzen. Warum sagen Staatsräte: "Ja, ich will das nicht verteidigen und so weiter." Es ist fertig los jetzt 40 sind getötet worden, weil die Risiken nicht sehr gut kontrolliert sind. So, es ist fertig. Und die zweite Sache: Ich denke, dass wir nicht die Mittel haben. um alles zu kontrollieren, nicht das Geld und so weiter. Aber für mich gibt es eine Differenz zwischen einer Gemeinde, die kein Geld hat, weil sie ist sehr klein, sie ist allein und so weiter, und einer Gemeinde, die sehr groß und reich ist. Für mich kann man jetzt nicht mehr über diese Organisation sprechen, wo Privatversicherungen werden, das nicht durchgeführt. nicht machen, aber sie werden Geld geben, wenn etwas geschieht. Man muss wie in Waz sprechen über eine kantonale Kontrolle, dafür alle sicher sind, dass es in Ordnung ist. Weil ich kann nicht wissen, wir werden jetzt einen Kaffee miteinander nehmen, wie kann ich wissen, wenn die Kontrollen gemacht sind? Sie sprechen hier an die Interessenverfilzung zwischen Dem Massentourismus und auch den lokalen Behörden, die natürlich ein Interesse haben, dass es den Restaurants gut läuft, dass sie viel Umsatz machen. Jetzt ist ja eine grosse Aufregung um dieses Wirtepaar in Gros Montana, auch in der Deutschschweiz, in Zürich fragt man sich, wie ist denn das möglich? Jetzt ist herausgekommen, der Barbetreiber, ein Herr Jacques Moretti, der war in Frankreich offensichtlich verurteilt wegen schwerer Kriminalität, Zuhälterei... Organisiertes Verbrechen. Wie ist es möglich, dass in der Schweiz im Kanton Wallis - ich bin kein Gegner des Kantons Wallis, im Gegenteil, ich bewundere den Kanton Wallis, ist ein grossartiger Kanton - aber wie ist das möglich, dass in der Schweiz so jemand eine Barbetreiberlizenz bekommen kann? Ich kann nicht über Herrn Moetti mehr sprechen, aber ich will Ihnen erklären was passiert. Wenn Sie kommen von Frankreich hier oder von Italien, Sie fragen einen Ausweis, Sie gehen zu Behörden und Es gibt eine Frage: Haben Sie Probleme mit Justiz schon gehabt? Und die Leute sagen nein. Wir lachen immer über Amerika. Mein Sohn lebt in Amerika, er ist 14 Jahre alt, er macht Sport dort. Wenn ich falsch bin, habe ich die gleiche Frage. Wenn ich lüge, bin ich im Gefängnis. Das ist ganz klar. Ich habe jetzt im Wallis seit drei Jahren zu Behörden geschrieben und gesagt, es geht nicht. Weil die Leute lügen. Sie sind hier angekommen. Ich spreche nicht über Herrn Moriti, aber über andere Fälle. Sie sind hier angekommen. Nach einigen Monaten oder Jahren hat man Probleme. Die Justiz muss arbeiten beginnen. Und dann was findet man? Man findet, dass dieser Mann oder diese Frau schon von der Justiz von seinem Land sehr bekannt ist. Wir haben auch einen Fall, wo ein Minister von einem anderen Land hat gesagt: Dieser Mann kann nicht mehr arbeiten für die Schule und so weiter. So hat man das gefunden. Was mache ich als Anwalt? Ich schreibe zu den Behörden um zu sagen: Sie stoppen jetzt Ausweis Es geht nicht Es ist gefährlich für die Leute. Er hat gelügt. Was hat man geantwortet? Man kann das nicht machen, weil im Gesetz wir können nur noch Ausweis rücknehmen. Wenn jemand in der Schweiz etwas wirklich schlimm und illegal gemacht hat, so. Für mich ist es unglaublich und ich habe zu Politikern, vielen Politikern schon mal gesagt, sie sind Klon. Weil sie sagen, ja es ist eine Initiative. Sie wollen, dass die Leute, die nicht das Gesetz respektieren in der Schweiz, weggeschickt werden. Aber sie lassen viele Kriminelle hier ankommen ohne eine Kontrolle. Wenn Sie auf Google gehen und machen eine einfache Kontrolle, dann sehen Sie alles was passiert ist. Und Sie können sagen: Nein, nein, kein Ausweis. Eine andere Möglichkeit. Sie müssen fragen, dass die Leute mit offiziellen Dokumenten von ihrem Land ankommen Sie beweisen, dass es kein Problem gibt. Sie müssen verstehen, dass die Leute nicht dumm sind. Einer war hier angekommen und er hatte seinen Namen, nicht Vornamen, dreimal geändert. Ich habe zum Staatsrat gefragt, wie ist das möglich? Dieser Mann hat Probleme mit Justiz, wie ist das möglich? Man hat mich geantwortet, ja, aber wir können nicht sagen, es ist geheim. Aber sind diese Leute, sie denken über die Kultusministerin Konsequenzen oft. Wir haben jetzt, auf Französisch sagt man: "un appel des criminels". Viele Leute, die wirklich große Probleme in ihrem Land haben, kommen hier, sie machen: "Ja ja, haben Sie schon mal?" "Nein nein, ich habe keine Probleme gehabt." Sie sind hier, sie beginnen zu arbeiten, sie haben Ausweise und dann: "Ah ja, es gibt ein Problem, ja." "Ah wir werden zu Frankreich fragen, ist das schon bekannt?" "Oh Oh Acht Seiten Oh!" Kriminalität, organisierte Kriminalität, Drohungen gegen Leute. Ja, explosiv Ah, keine Chance Das ist ein wirklicher Fall, der hier geschehen ist. Und ich habe zu vielen Leuten schon gesagt, ob sie das nicht ändern, werden Mafiosen hier viele ankommen. Aber nicht nur in Wallis, in der ganzen Schweiz. Ich frage alle Leute, die noch verantwortlich sind. Gesetze zu ändern. Das wäre meine nächste Frage gewesen: Sind diese Missstände typisch für den Kanton Wallis oder ist das etwas, was Sie in der ganzen Schweiz beobachten? Nein, ich denke es ist nicht typisch vom Kanton Wallis, aber wir sind so klein, alle Leute kennen sich sehr gut und wir haben viel Geld zu geben. Mit Autobahn hat man viel Geld zu geben, Sie wissen das. Und es interessiert viele Leute, weil es ist ein schönes Land, kleines Land, Es ist einfach, nach Milan oder Paris zu gehen. Also hat man hier eigentlich von der verkehrstechnischen Ausgangslage kommen die Leute. Jetzt in der Deutschschweiz ist vom Politiker die Forderung ergangen, man müsse diese Strafuntersuchung vielleicht an ausserkantonale Behörden abgeben. Es hiess ja, da müsste vielleicht sogar die Bundesanwaltschaft, wobei das ist glaube ich legal schwierig, antreten. Was meinen Sie? Wäre das eine gute Idee? nicht auch der Kanton Wallis selber ein Interesse haben, weil sich alle so gut kennen. Geben wir es raus, dann ist nicht einmal der Anschein einer Befangenheit vorhanden. Ja, ich habe gesagt, Sie wissen, wir haben vier Personen jetzt auf diesem Dossier. Sie können nicht auf andere Dossier arbeiten. Das ist ganz klar. So, die anderen Dossier, sie gehen nicht mehr vorwärts. Man wird sicherlich, Leute werden nicht gestraft, weil wir haben Grand Montanar. zu untersuchen. Das ist klar, das muss man verstehen. Das Parlament hat Geld zu geben, aber es ist nicht über 2 Millionen. Aber praktisch, weil ich bin immer praktisch. Sie haben jetzt schon 40 Anwälte, 50 Anwälte. Wo werden diese Leute hier ankommen? Sie werden jetzt Zeugnisse sehen und sie werden gehört mit der Staatsanwaltschaft. Wo hat man einen Saal für solche Leute? Man hat nichts Wo werden wir alle Akten machen? Man hat nichts. So, man muss organisiert sein, immediat, weil heute Morgen hat man schon eine Sitzung. Und dann, wenn die Stadtanwaltschaft versteht nicht, dass für einen solchen Fall man muss jemanden haben, der sehr bekannt ist, der sehr seriös ist. Ich habe über Cotier, der Mann vom Stadtwahl, gesprochen, aber es kann jemand anderes sein. Es ist in... unser Interesse, das perfekt zu machen. Und was wir jetzt sehen mit diesen Änderungen usw., es geht nicht. Sie sind jetzt häufiger Gast in internationalen Medien. Sie sind sehr beschäftigt. Wir treffen uns früh am Morgen. Sie haben eigentlich durchgetaktet viele Termine. Was ist da vielleicht das Wichtige, was Sie erleben? Was bewegt das Ausland? Was hören Sie von Fragen von anderen Journalisten? Vielleicht das Wesentliche, was wir als Schweizer und die Walliser wissen müssen. Die Medien haben jetzt kein Vertrauen mehr in unsere Fähigkeit, es perfekt zu machen. Sie fragen uns, wie ist es möglich und die nächsten Wochen wollen sie schreiben, es ist problematisch, was jetzt im Wallis passiert. Man muss jetzt sofort Geld für die Familien geben. Weil sie brauchen dieses Geld. Ich habe eine Familie, die muss nach St.Gallen jede Woche gehen. Sie braucht ein Hotel in St.Gallen. Wenn sie jemanden haben in St.Gallen, der uns helfen kann, dann vielen Dank. Wir müssen dieses Geld vom Staat bekommen, sofort. Und dann werden wir hoffen, dass Prozessualaspekte gut gemacht werden. Aber ich habe einige Zweifel darüber. Vielleicht kann ich falsch sein, aber ja. Ich habe das schon mal gemacht in anderen Fällen. Luca Mangelli, die Operation Visage. Ich habe schon mal seit 25 Jahren so viele Sachen gesehen. Ja, ich sage, wir sind zu klein, um solche Sachen zu untersuchen. Es gibt ja verschiedene Fälle im Zusammenhang mit der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, die Fragen aufgeworfen haben. Es gibt einen Selbstmordfall einer Mitarbeiterin dieser Staatsanwaltschaft. Man muss sagen, Frau Piu hat eine sehr schwierige Behörde übernehmen müssen. Nicht sie hat diese Probleme primär verursacht, aber sie hat einen schwierigen Job angetreten. Und jetzt ist sie da mittendrin. Sie hat sich jetzt entschieden, diese Untersuchung an... Jüngere Kolleginnen abzugeben und das nicht selber zu machen, ist das nicht auch ein sehr ungewöhnlicher Vorgang? In so einem wichtigen Fall, da muss doch die Nummer eins, der Chef, muss doch die Untersuchungen führen. Ja, weil sie kann das machen. Sie ist der Boss. Sie muss das machen. Die Leute verstehen das nicht. In anderen Ländern könnte solche Sachen nicht geschehen. So, ich denke, sie muss das machen. Sie kann Hilfe bekommen, aber sie muss das machen. Niemand sagt, dass sie nicht kompetent ist. Die Leute sagen, sie muss nicht mehr über Medien sprechen. Sie muss jemanden dafür haben. Ein Journalist oder normalerweise in anderen Kantonen ist es so, es ist ein Journalist, der für Stadtanwaltschaft arbeitet, er gibt Informationen, er ist ein Profi, er weiß wie zu sprechen, was off ist, was on ist und so weiter. Und dann können alle Magistraten, die Leute, die Richter usw. arbeiten. Und es ist einfacher. Was ich nicht verstehe, warum das nicht gemacht ist hier. Der italienische Politiker Matteo Salvini hat gesagt, Gefängnistüren werden sich öffnen müssen. Jetzt sind Sie Opferanwalt, Sie sind natürlich Partei, Sie kämpfen für Ihre Anliegen. Meine letzte Frage an Sie, durch eine ganz heikle Frage. Müssten Ihrer Meinung nach auch Behördenvertreter strafrechtlich in diesem Fall zur Rechenschaft gezogen werden? Oder betrifft diese Frage vor allem das Wirtepaar oder haben wir es hier auch mit mutmasslich krimineller Negligence zu tun auf Seiten der Behörden? Was ist da Ihre Einschätzung? Ich habe das Dossier an diesem Zeitpunkt noch nicht gelesen. Das muss ich sagen. Ich muss transparent sein. Für mich, wenn sie keine Kontrolle machen während fünf oder sechs Jahren, der Mann, der die Kontrolle machen musste, im Gefängnis. Ganz klar. Ganz klar. Wir haben 40 Toten. Junge Tote. Die Leute, die... Über 100? Schwer verletzt? Ja. Ja. Die Leute, die Politiker sind, man muss kontrollieren, was sie wussten. Ob sie Informationen haben oder nicht. Wenn sie es wussten, müssen sie im Gefängnis sein. Wissen Sie? Ganz klar auch. Einige Leute haben mir gesagt, ich will, dass sie über dieses Dossier arbeiten, aber ich will, dass sie alle diese Leute ins Gefängnis schicken und auf Französisch «Verbrülle dans les flammes de l'enfer» Wie mein Kind gestorben ist, will ich, dass diese Leute verstehen, was jetzt wichtig ist. Doch ein allerletzter Punkt: Wir sehen jetzt immer mehr Filme. Es gibt eine Netflix-Serie über einen brasilianischen Club, der fast identisch mit diesem pyrotechnischen Wahnsinn in Innenräumen, Dachisolierung, ist da abgebrannt. Es gibt andere Fälle. Wie ist es möglich, dass man angesichts dieser wohl dokumentierten Reihe von Clubbränden in der Schweiz solche Missstände haben kann? Mein Sohn war dort, im Comontana, an diesem Tag. Er war nicht in diesem Bar, Gott sei Dank. Ich kann das nicht erklären. Für mich ist das... Ich weiss nicht, ob die Leute nur dumm sind. Die sind nicht kompetent, das weiss man. Oder ob sie es akzeptiert haben. Dass es geschehen könnte. Ich kann das nicht glauben. Herr Fanti, ganz herzlichen Dank für diese Ausführungen. Meine Damen und Herren, danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. Wir werden an diesem Fall dranbleiben aus unterschiedlicher Perspektive, bedanken uns aber bei dem vielbeschäftigten Opferanwalt, dass er Zeit gefunden hat, mit uns zu sprechen. Ihnen trotz allem einen schönen Tag. Wir melden uns zurück. Bleiben Sie dran.

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«Die Verantwortlichen gehören hinter Gitter»: Opferanwalt Sébastien Fanti über das Inferno von Crans

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