Eine mögliche Zusammenarbeit der Union mit der AfD könnte CDU und CSU laut einer Forsa-Erhebung dramatisch Wählerstimmen kosten. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, würden 39 Prozent der bisherigen Unionsanhänger in diesem Fall nicht mehr für die Partei stimmen. 12 Prozent wären unentschieden, nur knapp die Hälfte würde CDU und CSU weiterhin wählen. Die Umfrage zeigt auch: Nur 12 Prozent der Unionswähler halten die AfD für eine normale demokratische Partei – 81 Prozent stufen sie als rechtsextremistisch ein.
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Die Erhebung fällt in eine Phase, in der Union und AfD in bundesweiten Umfragen erstmals gleichauf liegen. Beide Parteien kommen derzeit auf etwa 25 bis 27 Prozent. Während CDU-Chef Friedrich Merz eine Zusammenarbeit mit der AfD nach einer Präsidiumsklausur erneut kategorisch ausgeschlossen hat, kommen aus Ostdeutschland zunehmend Stimmen, die sich für eine flexiblere Linie unterhalb von Koalitionen aussprechen. Dort erreicht die AfD in Umfragen teils 30 bis 40 Prozent.