Um die Ziele der so genannten Strategie «Stadtraum und Mobilität 2040» zu erreichen, behindert und verhindert die Stadt Zürich planmässig den Autoverkehr. Gleichzeitig geniesst das Velo eine fast grenzenlose Förderung, genau wie die angebliche «Aufenthaltsqualität» der Passanten und Quartierbewohner.
Um Flächen für Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr freizubekommen, geht die Stadt ganz besonders aggressiv auf die bestehenden Parkplätze los. Der Preis dieser Verhinderungspolitik für die Anwohner, das Gewerbe und letztlich auch für den Tourismus interessiert nicht.
Denn der motorisierte Individualverkehr muss Teufel komm raus bis 2040 um 30 Prozent reduziert werden. Parkflächen werden in Velovorzugsrouten verwandelt – ohne Rücksicht darauf, dass die Stadt täglich und nächtlich von aussen versorgt werden muss.
Für die Anwohner heisst das: Ihre Quartiere werden schlechter erreichbar, mit all den damit verbundenen Nachteilen für das tägliche Leben und Schikanierung des Gewerbes. Man scheint zu vergessen, dass Kunden und Lieferanten auf Parkplätze angewiesen sind.
Besonders verheerend zeigt sich der Parkplatzabbau beim Tiefenbrunnen und im Seefeld. Am Bahnhof Tiefenbrunnen mussten Parkplätze vor dem Lebensmittelladen einer breiten Velospur weichen. Jetzt ist dessen Existenz bedroht, weil die Kundschaft wegbricht.

Vor der Post Seefeld wurde ein Parkplatz kaltschnäuzig in einen Veloabstellplatz verwandelt. Und vor den Ladengeschäften neben dem Café Freytag an der Seefeldstrasse prangen jetzt auf einer ganzen Autoparkfläche fest einbetonierte Velo-Befestigungsständer.


Die Kritik von Gewerbe und Anwohnern wird im Zürcher Stadthaus nicht ernst genommen. Es wäre in den gegenwärtigen Wahlzeiten eigentlich an den bürgerlichen Stadtratskandidaten, sich auf diese liquidierten Parkplätze zu stellen, um lautstark zu protestieren und eine andere Stadtregierung zu fordern.