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Die Rückkehr der amerikanischen Führungskraft im Nahen Osten

Trump treibt den Friedensprozess mit sichtbarem Nachdruck voran. Nach Wochen intensiver diplomatischer Verhandlungen hat er angekündigt, nach Jerusalem und dann nach Ägypten zu reisen, um dort das Abkommen zu unterzeichnen. Sein direktes Engagement soll nicht nur den symbolischen Wert der Vereinbarung erhöhen, sondern auch den beteiligten Parteien unmissverständlich klarmachen, dass Washington die Umsetzung der Waffenruhe eng begleiten wird. Beobachter sprechen bereits von einer «Rückkehr der amerikanischen Führungskraft» im Nahen Osten.

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
President Donald Trump poses for a photo with Israel's Prime Minister Benjamin Netanyahu before he boards Air Force One at Ben Gurion International Airport, Monday, Oct
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Sein Ziel ist ambitiös: die geografische Ausdehnung der Abraham-Abkommen. Das würde in Jerusalem als Teil einer «Lawine der Normalisierung» interpretiert – ein symbolischer Sieg über die Hamas, deren Angriff am 7. Oktober das Ziel hatte, Israels Annäherung an die sunnitische Welt zu sabotieren.

Für Israels Premierminister Netanjahu bedeutet dieser Moment eine heikle Gratwanderung, weil er Trumps Forderungen nach einem Waffenstillstand zu akzeptieren hat. Er muss einerseits auf Trumps Forderungen eingehen, um das Abkommen und die strategische Partnerschaft mit den USA nicht zu gefährden, andererseits aber Rücksicht auf seine rechtsnationalen Koalitionspartner Itamar Ben Gvir und Bezalel Smotrich nehmen. Beide haben sich zwar öffentlich gegenüber Trumps Plan skeptisch geäussert. Doch ihr politischer Einfluss ist spürbar geschwächt – nicht zuletzt wegen sinkender Umfragewerte im gesamten rechten Lager. Netanjahu versucht den Eindruck zu vermeiden, er gebe unter amerikanischem Druck nach, und präsentiert die bevorstehende Waffenruhe als israelischen Erfolg.

Das Verhalten von Ben Gvir und Smotrich zeigt, dass ihre Drohkulisse an Wirkung verloren hat. Zwar versuchen sie, ihre Wähler mit scharfer Rhetorik bei Laune zu halten, doch die Aussicht auf einen Koalitionsbruch erscheint gering. Michael Oren, ehemaliger israelischer Botschafter in Washington, fasst die Lage prägnant zusammen: «Wenn Präsident Trump nein sagt, wagt es niemand, ihm zu widersprechen. Das ist die Rückkehr von Pax Americana.»

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